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„Wasser in die Augen und Schauer über den Rücken“: Müller-Wielands „König der Nacht“

Die Uraufführung des Melodrams „König der Nacht“ von Jan Müller-Wieland mit Klaus Maria Brandauer (Sprecher), den Stuttgarter Neuen Vocalsolisten und dem NDR Sinfonieorchester unter Leitung von Thomas Hengelbrock am 13. November 2014 in der Hamburger Laeiszhalle hat ein großes Medienecho gefunden.

Lutz Lesle schreibt in einer Konzertkritik vom 17. November 2014 im Hamburger Abendblatt u.a.:
„(...) Das revidierte Werk gibt sich als Drama aus. Denn Hiobs Seelenaufstand, das klangwilde Auftauchen Gottes, das kraftstrotzende Land-Ungeheuer Behemoth und der chaosmächtige Meer-Drache Leviathan haben nun die geballte Kraft des Schlagwerks und den scharfen Wind der Messingbläser im Rücken. Vor allem aber hat sich Klaus Maria Brandauer in der neuerlichen Sprechrolle zum Tragöden ohnegleichen entwickelt, der dem Publikum in der Laeiszhalle Wasser in die Augen und Schauer über den Rücken trieb: nicht frommer Dulder, sondern Glaubensrebell, schmerzgekrümmte Barlach-Figur, die Gott der Kumpanei mit dem Teufel bezichtigt und ihn wutverzerrt anschreit: ‚Warum hast du mich verlassen’ (...)“
(Hamburger Abendblatt, 17.11.2014)

 

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