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Alexander Raskatovs „A White Night’s Dream“ in den USA

Raskatov - A White Night’s Dream USEA

Im Auftrag des London Philharmonic Orchestra, Ferrara Musica und Ars Musica Brüssel komponierte der russische Komponist Alexander Raskatov 2011 sein Werk „A White Night’s Dream“ (Hommage à Mussorgski) für Orchester. Am 21. September 2011 wurde das Orchesterwerk durch das London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Wladimir Jurowski in der Royal Festival Hall in London uraufgeführt.

Neben Werken von Modest Mussorgski und Sergej Prokofjew wird „A White Night’s Dream“ nun seine amerikanische Erstaufführung in einem Konzert in der Orchestra Hall von Detroit durch das Detroit Symphony Orchestra unter der Leitung von Andrey Boreyko am 4. Dezember 2014 erleben.

Alexander Raskatov zu „A White Night’s Dream“:
„Bereits seit vielen Jahren dient mir eine Ausgabe der Mussorgski-Briefe als eine Art Bibel.
Mussorgski war ein großer Meister des Wortes. Und wie aus seinen Briefen hervorgeht, hasste er musikalische ‚Überleitungen’ – er betrachtete sie als akademisches bzw. schulmäßiges Komponieren. So entschloss ich mich, ein Stück zu schreiben, das frei von jeglichen Überleitungen ist, sondern nur auf Materialexpositionen basiert, die wie an einer langen Kette aufgereiht sind. So entstanden 14 Abschnitte, die dadurch miteinander verbunden sind, dass sie sich auf verschiedenen Wahrnehmungsebenen auf Mussorgskis Stadt St. Petersburg beziehen. Die ‚Klangaura’ des Werkes ergibt sich aus zahlreichen kurzen Anspielungen auf die Innenwelt Mussorgskis. An dieser Stelle würde es keinen Sinn machen, noch weiter ins Detail und in die Selbstanalyse zu gehen. Wichtig war mir vor allem, ein Gefühl für die enorme Weite Russlands zu vermitteln, wie Mussorgski in einem seiner Briefe schrieb: ‚die Weite der russischen Wälder und Wiesen’. Eine Menge ‚Zutaten’ wurden miteinander vermischt: Glocken, Uhren, eine schwüle weiße Nacht, Teufel, Kirchengesänge, ein heiliger Narr sowie Wasser und Luft als Proto-Elemente einer Stadt.
‚A White Night’s Dream’ kann zusammen mit der Suite für Bass und Orchester ‚Das Alphabet des Todes’ und meiner Bearbeitung der 'Lieder und Tänze des Todes' von Mussorgski zu einem speziellen Triptychon vereint werden, das von dem Tod als letztem Geheimnis des Lebens handelt.“

Weitere Aufführungen in der Orchestra Hall in Detroit finden am 5. Dezember (10:45 Uhr) und am 6. Dezember 2014 (20 Uhr) statt.

4. Dezember 2014
Detroit
Max M. Fisher Music Center, Orchestra Hall, 19:30 Uhr
Amerikanische Erstaufführung: Alexander Raskatov,
„A White Night’s Dream” (Hommage à Mussorgski) für Orchester
Detroit Symphony Orchestra
Andrey Boreyko (Leitung)

 

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