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Neue Werke von Frangis Ali-Sade, Johannes X. Schachtner und Krzysztof Meyer zu Julius Bergers 60. Geburtstag

Meyer, Schachtner, Ali-Sade fr Julius Berger UAs

Anlässlich des 60. Geburtstag des Cellisten Julius Berger, der am 15. November 2014 mit einem Festkonzert im Goldenen Saal des Rathauses von Augsburg gefeiert werden wird, entstanden kürzlich neue Werke der Komponisten Krzysztof Meyer, Johannes X. Schachtner und Frangis Ali-Sade, die für den in Augsburg geborenen Berger komponiert wurden und ihm gewidmet sind.

Im Rahmen des Geburtstagskonzerts, das unter dem Motto „con gran affetto“ stehen wird, werden Krzysztof Meyers „drei mal vier“ für Violoncello und Klavier, Johannes X. Schachtners „Kairos“ für Violoncello und Schlagzeug und „Duo of Accordance“ für Klarinette und Violoncello von Frangis Ali-Sade durch Dozenten und Studenten des Leopold-Mozart-Zentrums Augsburg ihre Uraufführung erleben. Neben Annette Schavan (Botschafterin für die Bundesrepublik Deutschland im Vatikan) werden Prof. Dr. Hans Maier (Staatsminister a. D.) und Dr. Theo Waigel (Bundesminister a. D.) einige Grußworte an Julius Berger richten.

Krzysztof Meyer äußert sich zu seinem Werk „drei mal vier“ wie folgt:
„Dieses Werk ergab sich aus der Zusammenarbeit mit meinem wunderbaren Freund, dem hervorragenden Cellisten Julius Berger. Vor einigen Jahren hat mich seine außergewöhnliche Interpretation meines Konzerts für Violine und Violoncello sehr beeindruckt. Später, als er meine für ihn geschriebene 2. Sonate für Violoncello solo spielte, hat sich diese Begeisterung bei mir noch verstärkt. In meinem neuen Stück, das ich anlässlich seines 60. Geburtstags komponierte, beabsichtigte ich, eine Musik zu schreiben, in der nicht nur die Virtuosität, sondern auch ein schöner Klang im Vordergrund stehen sollte. Vor allem aber wollte ich damit Julius eine Freude machen und dem Publikum Vergnügen bereiten. Der Titel „drei mal vier“ beschreibt die Grundidee des Werks: Drei musikalische Charaktere werden in jeweils vier verschiedenen Gestalten variiert. Oder umgekehrt gesagt: Vier charakteristische Klangfakturen erscheinen in drei verschiedenen Gestalten. Mehr über das Stück zu sagen, fiele mir schwer. Ideal ist für mich die sich selbst genügende Musik, eine Musik, die keines Kommentars bedarf, die selbst so viel sagt, dass sich alle Kommentare erübrigen.“

Johannes X. Schachtner zu „Kairos“:
„Als Julius Berger im Mai dieses Jahres im Rahmen der Eckelshausener Musiktage für sein einzigartiges musikalisches Schaffen geehrt wurde, sprach er in seiner Dankesrede mehrfach vom ‚Kairos‘ - jenem günstigen, rechten und glücklichen Zeitpunkt, an dem sozusagen der ‚Himmel die Erde still […] küsst‘, wie es in Julius‘ ‚Lebensgedicht‘ heißt. Julius Berger ist mit seinem unermüdlichen Einsatz derjenige, der für uns Komponisten immer wieder einen ‚Kairos‘ schafft, wenn er am Cello sitzend unsere Musik zu Leben erweckt und uns in Gesprächen neu inspiriert. Meine kleine Komposition für Violoncello und Schlagzeug zum 60. Geburtstag von Julius Berger soll ein kleines ‚Idyll‘ sein, welches versucht, sich dieser Momente mit Musik zu erinnern.“

Frangis Ali-Sade zu ihrem Werk „Duo of Accordance“:
„Dieses Stück ist Ausdruck meiner Bewunderung für das Ehepaar Hyun-Jung und Julius Berger, zwei bemerkenswerte Musiker und hervorragende Violoncellisten. Als Vertreter zweier unterschiedlicher Kulturen, die in vielerlei Hinsicht weit voneinander entfernt sind, bildet das Paar eine großartige, einträchtige Familie und schenkte der Welt zwei entzückende Jungen.
Ich hatte das Glück, das Alltagsleben dieser wunderbaren Familie, deren Beziehung auf dem Gefühl der Liebe, dem Dienst an der Musik, auf wechselseitigem Vertrauen und gegenseitiger Hilfe gegründet ist, während des Asiago-Festivals (Italien) zu beobachten. Meine Komposition ist von diesen unvergesslichen Eindrücken inspiriert.
Um in der Sprache musikalischer Assoziationen zu sprechen, sind in der Klarinettenstimme Grazie, Eleganz, Weiblichkeit und Güte der Ehefrau verkörpert, während Noblesse, Kraft, Temperament und Romantik des Ehemannes sich im Violoncello-Part wiederfinden. Zwischen diesen beiden Stimmen herrschen stets Einverständnis und Harmonie, die Rollen des Solisten/der Solistin und des Begleiters/der Begleiterin werden hin und wieder vertauscht, bewahren jedoch immer eine wohlwollende Übereinstimmung und vollständige Gemeinsamkeit, einander ergänzend und unterstützend.
Ich hoffe, dass mein musikalisches Geschenk das Herzen von Professor Berger erreichen wird.“

15. November 2014
Augsburg
Rathaus, Goldener Saal, 20 Uhr
Uraufführung: Krzysztof Meyer,
„drei mal vier“ für Violoncello und Klavier
Uraufführung: Johannes X. Schachtner,
„Kairos“ für Violoncello und Schlagzeug
Uraufführung: Frangis Ali-Sade,
„Duo of Accordance“ für Klarinette und Violoncello
Dozenten und Studenten des Leopold-Mozart-Zentrums Augsburg

 

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