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Jörn Arneckes „Gegen-Sätze“ erlebt Uraufführung in Heilbronn

Arnecke - Gegen-Sätze UA

Neben Johann Sebastian Bachs „Brandenburgischen Konzerten“ im 3. Heilbronner Konzert des Württembergischen Kammerorchester Heilbronn am 5. November 2014 in der Festhalle Harmonie in Heilbronn steht die Uraufführung des neue Werks „Gegen-Sätze“ für Oboe und Streichorchester von Jörn Arnecke im Mittelpunkt. „Gegen-Sätze“ ist ein Auftragswerk des Förderkreises für Neue Musik Heilbronn e.V. für das Württembergische Kammerorchester Heilbronn und entstand im Jahr 2013. Zusammen mit der in Nordfrankreich geborenen Oboistin Céline Moinet wird das Württembergische Kammerorchester Heilbronn das Konzertwerk unter der Leitung von Ruben Gazarian präsentieren.

Der gebürtige Hamelner Komponist Jörn Arnecke bezieht sich mit „Gegen-Sätze“ inhaltlich auf die Musik von Johann Sebastian Bach. Arnecke studierte Komposition und Musiktheorie in Hamburg und Paris. Er leitet heute als Professor für Musiktheorie und Gehörbildung das Zentrum für Musiktheorie der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Seine Werke für das Musiktheater wurden an der Hamburgischen Staatsoper, in Rheinsberg sowie bei der Ruhrtriennale aufgeführt.

Jörn Arnecke zu seinem Werk:
„Jede Komposition benötigt einen Funken, der sie entzündet. Manchmal liefern die Auftraggeber ihn gleich mit: Bei der Komposition, die im Auftrag des Förderkreises für Neue Musik Heilbronn e.V. für das Württembergische Kammerorchester entstand, sollte ich einen Bezug zu Johann Sebastian Bach herstellen. Dies bestimmte meinen Zugang zum Stück: Wie möchte ich mich Bach nähern? Was bedeutet Bach für mich? Wie lässt sich dies in einer zeitgemäßen Tonsprache ausdrücken?
Der andere Weg, in die Komposition zu finden, geschieht bei mir immer über die Besetzung, hier über die Vorstellung der klanglichen Verbindung der Oboe mit dem Streichorchester. Erinnerungen spielen eine Rolle, an viele kammermusikalische Erlebnisse mit Oboe, an Konzertklänge mit dem Württembergischen Kammerorchester. Das Denken und Imaginieren sucht sich seinen Weg, Ideen werden abgeklopft, verwirklicht oder verworfen (eine Zeitlang spielte ich mit dem Gedanken, das Stück als Verbeugung vor Carl Philipp Emanuel Bach zu komponieren – nicht unpassend für eine Uraufführung 2014, im Jahr seines 300. Geburtstages, zumal ich in Weimar lebe, seiner Geburtsstadt – aber ich wollte mich dann doch nicht vor der Auseinandersetzung mit Johann Sebastian Bach drücken).
Bis zum Schluss beschäftigte mich die Frage, wie stark der Hörer oder die Hörerin diesen Bezug zu Bach erfahren soll. Wie nahe darf ich der Musik Bachs treten?“

5. November 2014
Heilbronn
Festhalle Harmonie, Theodor-Heuss-Saal, 19:30 Uhr
Uraufführung: Jörn Arnecke,
„Gegen-Sätze“ für Oboe und Streichorchester
Céline Moinet (Oboe)
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Ruben Gazarian (Leitung)

 

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