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Drei ungarische Erstaufführungen von Lera Auerbach in Budapest

Auerbach Ungarn Oktober 2014 EAs

Am 11. Oktober 2014 wird Lera Auerbach mit gleich drei ungarischen Erstaufführungen im Mittelpunkt eines Porträtkonzerts in der Béla Bartók National Concert Hall in Budapest stehen. Im Rahmen des Konzertes „Concerto Open I. - Lera Auerbach & Concerto Budapest“ wird das Concerto Budapest unter der Leitung von András Keller ihre Werke „Eterniday“ für große Trommel, Celesta und Streicher und die Sinfonie Nr. 1 „Chimera“ zum ersten Mal in Ungarn präsentieren. Die Komponistin und Pianistin wird persönlich anwesend sein und den Solopart in Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert d-moll KV 466 übernehmen, wobei sie ihre eigenen Kadenzen vorstellen wird.

Das bereits im Herbst 2009 fast abgeschlossene Werk „Eterniday“ musste Lera Auerbach 2010 neu schreiben, da ihr Manuskript nach einem Feuer in ihrer Wohnung mit verbrannt war.
„Ich versuchte, mich an meine Komposition zu erinnern, musste aber bald alle Hoffnung aufgeben, denn der kreative Impuls war verlorengegangen. Ohne mein Manuskript hatte ich auch die innere Beziehung zu dem Werk verloren. So entschloss ich mich, neu anzufangen und ein völlig anderes Stück zu schreiben“, so die Komponistin.

Lera Auerbachs Sinfonie Nr. 1 wurde am 19. November 2006 von den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von John Fiore in Düsseldorf uraufgeführt. Der Titelzusatz „Chimera“ sowie die vorwiegend lateinischen Satztitel verweisen auf mögliche Inspirationen aus der Antike. Torsten Möller schrieb im Programmheft der Uraufführung: „Da die Komponistin darauf verzichtet, durch Werkkommentare die Aufnahme ihrer Werke in eine bestimmte Richtung zu lenken, ist der Hörer auf seine eigenen Gedanken angewiesen, wobei die Satztitel als Wegsteine dienen könnten: Vielleicht entdeckt man also die Träume eines Kranken (Aegri somnia) in den ‚erzählerischen Kantilenen‘ des ersten Satzes oder die Entwicklung vom Dunkel zum Licht (Post tenebras lux) im sich stetig verdichtenden kurzen zweiten Satz? Oder vielleicht entdeckt man im vierten Satz (Et in Arcadia Ego) auch die berühmten Gartenlandschaften eines Giovanni Francesco Barbieri?“

11. Oktober 2014
Budapest
Palace of Arts, Béla Bartók National Concert Hall, 19:30 Uhr
Ungarische Erstaufführungen: Lera Auerbach,
„Eterniday“ für große Trommel, Celesta und Streicher
Sinfonie Nr. 1 „Chimera“
Kadenzen zu W.A. Mozarts Klavierkonzert d-moll KV 466
Lera Auerbach (Klavier)
Concerto Budapest
András Keller (Leitung)

 

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