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Opernfragment „Orango“ von Dmitri Schostakowitsch erlebt schwedische Erstaufführung

Schostakowitsch McBurney - Opernfragment „Orango“ Schwed.EA

Unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen werden Solisten des Mariinski-Theaters, der Mikaeli-Kammerchor, der Gustaf Sjöqvists Kammerchor und das Finnische Radiosinfonieorchester Dmitri Schostakowitschs 2006 wiederaufgefundenes Opernfragment „Orango“ für Soli, Chor und Orchester in den Berwaldhallen von Stockholm am 22. August 2014 zur schwedischen Erstaufführung bringen. Das Konzert findet im Rahmen des „Baltic Sea Festivals“ (22. bis 30. August 2014) statt.

Es handelt sich um Teile einer komischen Oper, deren Existenz bis 2006 völlig unbekannt gewesen war. Das Notenmaterial zu „Orango“ wurde im Moskauer Schostakowitsch-Archiv von der Archivarin Olga Digonskaïa gefunden, die später auch das vollständige Libretto ausfindig gemacht hatte. Danach arbeitete der Musikwissenschaftler Gerard McBurney an der Rekonstruktion einer Aufführungspartitur.

Entstanden waren die Skizzen zum Bühnenwerk „Orango“ im Jahr 1932. Das Sujet geht auf einen Stoff des russischen Science-Fiction-Autors Alexei Tolstoi zurück und handelt von einem fantastischen Wesen – halb Affe, halb Mensch –, das aus Versuchen in sowjetischen Laboren hervorgegangen ist.

Im ersten Akt der Oper wird Orango der Öffentlichkeit präsentiert und erweist sich als überzeugender Redner, der seine Ausführungen allerdings immer wieder durch Affenschreie unterbricht. Wenn Schostakowitsch das Werk vollendet hätte, wäre Orango laut Libretto am Ende der Oper zum Generalsekretär der kommunistischen Partei avanciert. Dieser kühne Entwurf war vielleicht ein Grund dafür, dass Schostakowitsch die Arbeit an dieser Oper ruhen ließ und das Manuskript in Vergessenheit geriet.

Der Klavierauszug ist bei den Sikorski Musikverlagen als Druckausgabe SIK DS 205 erschienen.

22. August 2014
Stockholm
Berwaldhallen, 19:30 Uhr
Schwedische Erstaufführung: Dmitri Schostakowitsch / Gerard McBurney,
„Orango“. Prolog für Soli, Chor und Orchester (Opernfragment)
Solisten des Mariinski-Theaters
Mikaeli-Kammerchor
Gustaf Sjöqvists Kammerchor
Finnisches Radiosinfonieorchester
Esa-Pekka Salonen (Leitung)

 

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