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Jan Müller-Wieland: Uraufführung von „Musik für eine Kirche“ in Italien

Müller-Wieland Musik für eine Kirche UA

Für ein Gedenkkonzert zum 70. Jahrestag der Zerstörung des norditalienischen Ortes Sant’Anna di Stazzema durch SS-Truppen schrieb der in München lebende Komponist Jan Müller-Wieland die „Musik für eine Kirche“ für 2 Trompeten und Orgel. Die Trompeter Hannes Läubin und Max Westermann sowie der Organist Luca Scandali bringen das neue Werk am 13. Juli 2014 in Stazzema zur Uraufführung.

Der Komponist kommentiert:
„'Und eben im Unvermögen, sich seine eigne Auslöschung vorzustellen, fand der Faschismus seine Voraussetzung.' So beschreibt der ursprünglich deutsch-jüdische Schriftsteller Peter Weiss im 2. Band seiner ‚Ästhetik des Widerstands’ eine der komplexen Bedingungen für die Nazi-Herrschaft. Massenmord jedoch ist musikalisch nicht darstellbar, wohl aber Ruhe, Liebe und Hoffnung. Auch hier und heute - in dieser Kirche - und ihrer Friedensorgel.
Die zwei Trompeten sind zwei Seelen oder zwei Flügel eines Körpers. Sie singen über Gedanken an etwas Zuversichtliches - vielleicht sogar Utopisches, denn schon für Dante Alighieri war Musik eine gegenweltliche, darstellende Kunst. Sie stellt dar, was man nicht sehen und worüber man nicht sprechen kann.“

13. Juli 2014
Stazzema
Kirche Santa Maria Assunta, 18 Uhr
Uraufführung: Jan Müller-Wieland,
„Musik für eine Kirche“ für 2 Trompeten und Orgel
Hannes Läubin, Max Westermann (Trompeten)
Luca Scandali (Orgel)
Gedenkkonzert zum 70. Jahrestag der Zerstörung von Sant’ Anna di Stazzema durch SS-Truppen

 

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