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Polnische Erstaufführung: Sofia Gubaidulinas „In tempus praesens“ in Poznań

Gubaidulina - In tempus praesens PolEA

Das 2007 für Anne-Sophie Mutter geschriebene und bereits mehr als 30 Mal weltweit aufgeführte Violinkonzert Nr. 2 „In tempus praesens“ von Sofia Gubaidulina erlebt am 13. Juni 2014 seine polnische Erstaufführung in Poznań. In der Adam-Mickiewicz-Universität spielen Bartłomiej Nizioł (Violine) und das Sinfonieorchester Poznań unter der Leitung von Marek Pijarowski, zudem werden Johannes Brahms Sinfonie Nr. 2 in d-Dur Op. 73 und Ludwig van Beethovens „Egmont-Ouvertüre“ an diesem Abend erklingen.

Das im Auftrag der Paul Sacher Stiftung entstandene Konzert ist Sofia Gubaidulinas zweites Violinkonzert nach dem großen, von Gidon Kremer einst in die Welt getragenen Violinkonzert „Offertorium“ aus dem Jahr 1980, das man bereits als ein Repertoirestück der Gegenwartsmusik bezeichnen kann. Bei „In tempus praesens“ ließ sich die Komponistin von dem in ihrem Namen wie auch in dem der Widmungsträgerin enthaltenen Begriff „Sophia“ leiten, der für sie die schöpferische Kraft Gottes darstellt. Daneben spielen für Gubaidulina in diesem Werk noch verschiedene andere Phänomene eine besondere Rolle. So sind, abgeleitet von der göttlichen Dreieinigkeit, die Zahlen Drei und Eins für sie zentral. „Aber diese ‚Eins’ trägt eine unendliche, multidimensionale Welt in sich und damit eine unendliche Zahl von Eigenschaften“, erklärt die Komponistin. So steht das große Unisono am Übergang vom vierten zum fünften Teil des Werkes - für Gubaidulina eine Metapher für die Gegenwart („tempus praesens“) - gleichzeitig für die Vielfalt in der Einheit.

13. Juni 2014
Poznań
Adam-Mickiewicz-Universität, 19 Uhr
Polnische Erstaufführung: Sofia Gubaidulina,
„In tempus praesens“ für Violine und Orchester
Bartłomiej Nizioł (Violine)
Sinfonieorchester Poznań
Marek Pijarowski (Leitung)

 

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