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Milko Kelemen wird 90

Milko Kelemen 90

Seine Musik solle „wie ein Flug sein“, erläuterte der aus Kroatien stammende, seit mehr als 50 Jahren in Deutschland lebende Komponist Milko Kelemen einmal Werner M. Grimmel gegenüber. Überhaupt müsse bei Musik „immer eine Spannung zugegen sein.“ Am 30. März 2014 wird der aus Podrawska Slatina stammende Komponist Milko Kelemen 90 Jahre alt.

Kelemen studierte unter anderem bei Olivier Messiaen in Paris und bei Wolfgang Fortner in Freiburg im Breisgau. Seine Arbeit am „Elektronischen Siemens-Studio“ in München sowie eine Tätigkeit als „Composer in Residence“ in Berlin waren erste Stationen seines Wirkens in Deutschland. Bereits 1959 begründete er die „Zagreber Biennale“, deren Präsident er seit den frühen 60er Jahren war. Milko Kelemen, der heute in Stuttgart lebt, wurde mehrfach ausgezeichnet (Preis der IGNM, Großer Jugoslawischer Staatspreis, französischer Orden „Chevalier des Arts et des Lettres“).

Ausgehend von C.G. Jungk untermauert Kelemen seine Werkideen mit philosophischen Gedanken. In seinem Buch „Klanglabyrinthe“ schreibt er u.a.: „Die Normvorstellung meiner Werturteile geht davon aus, dass in der Musik der Einfluss der Archetypen – beziehungsweise die Wirkung des Akkords des Eindrucksvollen – von der Imagination angefangen bis hin zur Form, Sprache und Struktur erhalten bleibt.“ Unter dem Begriff ‚Neue Einfachheit‘ formuliert Kelemen das Bestreben, die Komplexität Neuer Musik transparenter zu machen. Die Gestaltung könne auch mit musikalischen „Archetypen“ erreicht werden, die nicht zwingend der Diktion komplizierter Kompositionstechniken unterliegen müssten.

Fotorechte: Nenad Turklj

 

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