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Begeisterte Stimme zum Augsburger Portraitkonzert für Johannes X. Schachtner

Am 4. Februar 2014 kamen bei einem Portraitkonzert in Augsburg Johannes X. Schachtners Invention I für drei Schlagzeuger zur Uraufführung sowie seine Kammermusik Nr. 2 und „Lunula II“ zur deutschen Erstaufführung. Ferner erklang seine Szenerie „Gretchen im Zwinger“ erstmals in einer Fassung für Sopran und Orgel. Es spielten Julius Berger (Violoncello), Konstantin Esterl (Orgel) sowie Studierende der Celloklasse Berger und der Schlagzeugklasse Blum.

Manfred Engelhardt von der „Augsburger Allgemeinen“ schreibt in seiner Konzertkritik vom 6. Februar 2014:

„Das Leopold-Mozart-Zentrum (LMZ) präsentierte in ev. St. Ulrich einen Künstler, der mit 28 Jahren bereits auf eine erstaunliche Nachfrage seiner Werke verweisen kann: Johannes X. Schachtner. Julius Berger musste im Gespräch nur kurz Erklärungen zu seiner Kunst antippen, Schachtner antwortete unprätentiös, fast sachlich – seine Musik sprach für sich. Schachtner verbindet starkes Fantasiepotenzial mit einer Mischung aus klar durchschauter und assoziativer Aneignung von musikalischen Traditionen, die er poetisch zugespitzt in völlig Neues transformiert und dabei virtuelle Szenen erfindet. Dies erklärt das Interesse besonders des Theaters an seinem Schaffen.
So hat Schachtner das Programm, worin die miniaturhaften Stücke nahtlos aneinandergefügt waren, wie ein kleines Musiktheater in drei Akten verstanden. Unterschiedliche exotische Besetzungen sorgten für Abwechslung. ‚Abtasten’ war der Titel eines ‚Reliefs’ für Orgel, die Ouvertüre: Konstantin Esterl schien mit archaischen C-Dur-Akkorden, mit ausbrechenden Clustern erst mal über das Material zu streichen – da konnte sich beim Zuhören sogar ein winziger Gedankenreflex an Wagners Ursituation der ersten ‚Rheingold’-Takte ereignen.“
(Augsburger Allgemeine, 6.2.2014)

 

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