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Zu Ehren Modest Mussorgskis 175. Geburtstag

Mussorgski 175. Geburtstag

Am 21. März 2014 gedenkt die Musikwelt des 175. Geburtstages eines der größten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Geboren als Sohn eines wohlhabenden russischen Landbesitzers zeigte Modest Mussorgski schon früh sein Talent am Klavier. In der Kadettenschule St. Petersburg, an der er dreizehnjährig aufgenommen wurde, entstanden seine ersten Kompositionen. Die Aufhebung der Leibeigenschaft 1861 brachte seine Familie in finanzielle Schwierigkeiten, sodass Mussorgski in den Verwaltungsdienst des Zaren eintrat, wo er trotz schneller Beförderung 1867 wieder entlassen wurde. Zu dieser Zeit lebte Mussorgski in einer Kommune mit vier anderen Männern zusammen, die einen regen Austausch über Politik, Kunst und Philosophie pflegten. Auch Alexander Borodin und Nikolai Rimsky-Korsakow waren Teil dieser Lebensgemeinschaft. Die Gruppe wurde als „Das Mächtige Häuflein“ oder als „Gruppe der Fünf“ weltberühmt.

Ziel des „Mächtigen Häufleins“ war es, aus dem russischen Volkstum, dem Ursprünglichen, etwas Neues zu schaffen. Die fünf protestierten gegen die Akademisierung der Musik. Insbesondere Mussorgski verzichtete auf seine musikalische Weiterbildung nach festen Regeln, um eine eigene, russische Tonsprache zu entwickeln. Deutlich wird seine Liebe zum russischen Volks- und Kulturgut ganz besonders in seinen Opern, denen er historische Stoffe oder Sujets der russischen Literatur zugrunde legte. 1869 trat Mussorgski wieder in den Staatsdienst und war nun im Ministerium für Forstwirtschaft tätig. In diesem Jahr stellte er auch seine erste Oper „Boris Godunow“ fertig, die jedoch zunächst kein großes Echo fand. Erst auf Initiative von drei Sängern wurden bei einem Benefizkonzert drei Szenen vorgetragen, die großen Anklang fanden. 1874 fand die Uraufführung der kompletten Oper im Mariinski-Theater St. Petersburg statt.

Mussorgski begann exzessiv zu trinken, wodurch sich seine Gesundheit rasch verschlechterte. 1880 entließ man ihn wegen seiner Alkoholsucht, versprach ihm aber eine Pension, sollte er seine unfertigen Opern „Chowanschtschina“ und „Der Jahrmarkt von Sorotschinzi“ fertigstellen. Dies gelang ihm nicht mehr. Heute aufgeführte Fassungen dieser Werke wurden unter anderem von Dmitri Schostakowitsch bearbeitet. Im direkten Vergleich zu anderen Bearbeitern ist es Dmitri Schostakowitsch besonders gelungen, die herbe Ursprünglichkeit von Mussorgskis außergewöhnlicher musikalischer Sprache zu bewahren. 1881 starb Modest Mussorgski 42-jährig in St. Petersburg.

Weitere wichtige Werke von Mussorgski neben den drei großen Opern sind „Eine Nacht auf dem Kahlen Berge“ für Orchester und „Lieder und Tänze des Todes“ für Bass und Orchester.

Mehr Informationen zu den Werken Mussorgskis finden Sie in unserem Sikorski Magazin 1/2013.

 

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