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Gerd Albrecht und Alexander Ivashkin sind tot

Am 2. Februar 2014 verstarb in Berlin der Dirigent Gerd Albrecht im Alter von 78 Jahren. Der 1935 in Essen geborene Albrecht war in Berlin und Kiel großgeworden und gründete schon als Jugendlicher in den 1950-er Jahren den Kieler Kammerchor. 1957 gewann er den Internationalen Wettbewerb für junge Dirigenten in Besançon und nahm danach Engagements in Stuttgart, Mainz, Lübeck und Kassel an. In Kinder- und Jugendkonzerten, die teilweise auch von der Deutschen Grammophon auf Tonträger veröffentlicht wurden, setzte er sich intensiv für die Förderung eines Nachwuchspublikums klassischer Konzerte ein. Außerdem bildeten die Neue Musik und vergessene Werke auch des älteren Repertoires einen Schwerpunkt seines Interesses.

Von 1988 bis 1997 war Albrecht Generalmusikdirektor an der Hamburgischen Staatsoper. Unter seiner Leitung wurden unter anderem die Opern „Historia von D. Johann Fausten“ von Alfred Schnittke und „Freispruch für Medea“ von Rolf Liebermann uraufgeführt. In den Philharmonischen Konzerten leitete er auch die Uraufführung des Orchesterwerkes „Poem des Morgens“ von Jan Müller-Wieland.

1989 gründete Albrecht zudem die Hamburger Jugendmusikstiftung und „Klingende Museen“ in Hamburg und Berlin, in denen Kinder Instrumente nicht nur betrachten, sondern auch gleich ausprobieren können.

Zwei Tage vor Gerd Albrecht, am 31. Januar 2014, verstarb der Cellist Alexander Ivashkin. Ivashkin wurde am 17. August 1948 geboren und nahm im Laufe seiner Karriere an den wichtigsten Festivals in Europa, Amerika, Japan, Australien und Neuseeland teil. Der Cellist veröffentlichte aber auch zahlreiche musikwissenschaftliche Artikel und Bücher, darunter eine Monographie über Alfred Schnittke. Schnittke widmete Ivashkin das Werk „Klingende Buchstaben“.

Eine intensive Zusammenarbeit verband Alexander Ivashkin aber auch mit anderen russischen Komponisten wie Rodion Shchedrin, Jelena Firssowa, Nikolai Korndorf, Dmitri Smirnow, Vladimir Tarnopolski und Alexander Raskatov.

 

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