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Johannes X. Schachtner: „Quatre tombeaux de vent“ und „Paralipomenon“ erleben Uraufführung

Schachtner Gasteig - St. Ludwig

Ende Juni 2013 werden gleich zwei neue Werke des Komponisten Johannes X. Schachtner in München ihre Uraufführung erleben.

Am 21. Juni 2013 kommt es im Münchner Gasteig im Rahmen des Preisträgerkonzerts des Franz-Josef-Reinl-Kompositionswettbewerbs zur Uraufführung von Schachtners „Quatre tombeaux de vent“ für Sopran und Kammerensemble. Das Werk wurde beim Reinl-Kompositionswettbewerb im März mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Zwei Tage später, am 23. Juni 2013, werden Sibylla Duffe (Sopran), Frauke Burg (Sopran), Theresa Holzhauser (Mezzosopran), Roland Schneider (Alt), Peter Schöne (Bariton) und das Ensemble A·DEvantgarde unter der Leitung des Komponisten die 2012 entstandenen „Paralipomenon“ (Messfragmente II) für fünf Sänger und Ensemble zur Uraufführung bringen. Das Konzert ist Teil des 12. Internationalen A·DEvantgarde Festivals „Missa est“ (21. bis 23. Juni).

Johannes X. Schachtner zu „Quatre tombeaux de vent“:
„Im Jahre 2009 lernte ich - auf der Suche nach französisch-schweizerischer Lyrik - das Werk von Frédéric Wandelère (*1949) kennen. Insbesondere seine ‚Quatre tombeaux de vent’ hinterließen einen bleibenden Eindruck. Die seiner Sprache innewohnende scheinbare Schwerelosigkeit wollte ich nun in der Komposition durch die Wahl des Instrumentarium unterstreichen: neben den Bläsern (Flöte, Klarinette, Trompete) und den zwei Saiteninstrumenten (Harfe und Klavier, das hier oft als große Harfe benutzt wird) nur eine Violine - die Basslage wird fast im ganzen Zyklus ausgespart. Die Harmonik verliert durch Mikrotonalität und Glissandi immer wieder die Bodenhaftung.
Das erste Epitaph wird durch eine in Zeitlupe absteigende Tonleiter bestimmt - darauf folgt ein Satz mit Scherzo-Momenten, die ins Arabeskenhafte abdriften. Nach einem Intermezzo, das aus kantablen, aber sehr brüchigen Melodielinien besteht, schließt der Zyklus mit dem verklanglichten Motto: ‚Plus légère que jamais...’ – ‚Leichter denn je…’.“

Der Komponist zu seinem Werk „Paralipomenon“ (Messfragmente II):
„Meine Messfragmente sind eine Anknüpfung an die jahrhundertealte Vertonungshistorie des lateinischen Messritus. Viel mehr als ein vollkommen neuer, möglichst eigenständiger Vertonungsansatz ist es eine Auseinandersetzung mit Traditionen der Messvertonungen - bekannte Gesten, Stimmungen und Topoi werden aufgegriffen. Dabei verwende ich aber auch eigenes, älteres Material, das einmal eine ‚Missa brevis’ werden sollte.
Durch die Erweiterung der Chromatik zur 24-stufigen Mikrotonalität, die durch eine um einen Viertelton versetzt intonierte zweite Orgel erreicht wird, ist so die immer wieder auftretende Tonalität und deren abendländische Ordnung einerseits ergänzt, andererseits aber auch immer wieder irritiert.“

21. Juni 2013
München
Gasteig, Kleiner Konzertsaal, 19 Uhr
Uraufführung: Johannes X. Schachtner,
„Quatre tombeaux de vent“ für Sopran und Kammerensemble
nach Gedichten von Frédéric Wandelère
Lilli Jordan (Sopran)
Arcis-Ensemble
Ulrich Nicolai (Leitung)

23. Juni 2013
München
St. Ludwig Kirche, 17 Uhr
Uraufführung: Johannes X. Schachtner,
„Paralipomenon“ (Messfragmente II) für fünf Sänger und Ensemble
Sibylla Duffe (Sopran), Frauke Burg (Sopran), Theresa Holzhauser (Mezzosopran), Roland Schneider (Alt), Peter Schöne (Bariton)
Ensemble A·DEvantgarde
Johannes X. Schachtner (Leitung)

 

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