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Zwei Premieren von „Lady Macbeth von Mzensk“

Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk” nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolai Leskow, die in den 1930-er Jahren einst den Widerstand Stalins erregt hatte und eine aufregende Rezeptionsgeschichte erlebte, gehört heute zu den meistaufgeführten Opern des 20. Jahrhunderts. Erzählt wird die Geschichte der hoffnungslosen, zutiefst verzweifelten Kaufmannsfrau Katerina Ismailowa, die zur Mörderin ihres Ehemanns und ihres Schwiegervaters wird.

An einem Wochenende im Februar 2013 finden an deutschen Bühnen gleich zwei Premieren des Werkes statt. Am 8. Februar 2913 hat an den Bühnen der Stadt Gera das Werk in einer Inszenierung von Kay Kuntze Premiere. Die musikalische Leitung hat Peter Aderhold, und in der Rolle der Katerina ist Valerie Suty zu erleben.

Am 9. Februar 2013 erlebt dann am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen die „Lady Macbeth von Mzensk“ eine weitere Premiere in einer Inszenierung von Michael Schulz, die musikalische Leitung übernimmt Rasmus Baumann. Yamina Maamaa singt die Titelpartie. Die Inszenierung ist in Koproduktion mit dem Staatstheater Kassel entstanden.

Michael Schulz sagte in einem Interview der Gelsenkirchener Theaterzeitung über Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk": "Dieses Ringen um Wahrhaftigkeit, ist in jedem Augenblick in der Musik spürbar. Schostakowitsch erweist sich in dieser Komposition als gerade einmal 28-jähriger Mann als das größte kompositorische Genie Russlands der letzten 100 Jahre, und es ist bedauerlich, dass ihn das Stalin-Regime daran gehindert hat, weiteres Musiktheater zu schreiben. Doch wer seine Sinfonien, seine Streichquartette und alle anderen Werke hört und liest, spürt, dass er nie seine Haltung und seinen aufgeklärten Humanismus aufgegeben hat. Nur mit der Wahrheit ist der Tyrann zu besiegen."

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