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Uraufführung: Jelena Firssowas „Erwartung” in Wolgograd

Firssowa Wolgograd

Zu Beginn dieses Jahres gastiert das Osnabrücker Symphonieorchester als erstes deutsches Orchester nach dem Zweiten Weltkrieg in Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad. Gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Wolgograd werden die Osnabrücker dort am 3. Februar 2013 das zentrale Gedenkkonzert zum 70. Jahrestag des Endes der Schlacht von Stalingrad gestalten. Auf dem Programm stehen die Neunte Sinfonie von Ludwig van Beethoven sowie die Uraufführung eines vom Osnabrücker Symphonieorchester aus diesem Anlass bei Jelena Firssowa in Auftrag gegebenen Werkes mit dem Titel „Erwartung“ für gemischten Chor und Orchester op. 126.

Die deutsche Erstaufführung von „Erwartung“ wird am 1. Juni 2013 in Osnabrück stattfinden, erneut gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Wolgograd, das hierfür zu einem Gegenbesuch nach Deutschland kommt. Auch hier übernimmt Andreas Hotz die Leitung.

Jelena Firssowa zur Entstehung ihres Werkes:
„Ich war sehr begeistert, als ich im April 2012 unvermittelt eine E-Mail von Christian Heinecke vom Osnabrücker Symphonieorchester erhielt mit dem Vorschlag, ein Werk für ein Projekt zu komponieren, das der Schlacht von Stalingrad gewidmet sei. Stalingrad war ein entscheidender Punkt im Zweiten Weltkrieg, denn der Sieg Russlands hatte die Befreiung der Welt vom Nationalsozialismus zur Folge. Aber für die Sowjetunion bedeutete er auch den Sieg des Stalin-Regimes für immerhin weitere acht Jahre.
Meine einsätzige Komposition trägt den Titel „Erwartung“, da sie mit der Beschreibung einer zunächst friedlich wirkenden, kargen Landschaft beginnt, zugleich aber auch mit dem Gefühl der Erwartung einer großen Schlacht mit Tausenden von Opfern auf beiden Seiten. Die entscheidende Schlacht wird dann ab Takt 101 geschildert. Am Ende des Werks verwende ich (als Coda) einen Chor mit dem Gedicht des großen russischen Poeten Alexander Blok. Die Worte des Gedichtes könnten die Worte aus dem Grab eines unbekannten Soldaten sein. So ist dies ein kleines Requiem für alle unschuldigen Opfer jener Schlacht, aber auch des Zweiten Weltkrieges im Allgemeinen. In den letzten 7 Takten hört man das Pianissimo einer Militärtrommel, die uns an die vielen Schlachten und Opfer erinnert, die noch folgen sollten ...
Ich bin den Osnabrücker Symphonikern und Christian Heinecke sehr dankbar für diesen faszinierenden und anspruchsvollen Auftrag.“

Am Abend des 3. Februar 2013 wird Deutschlandradio Kultur (ab 20:03 Uhr) einen Live-Mitschnitt des Konzerts ausstrahlen.

3. Februar 2013
Wolgograd
Philharmonie, 19 Uhr
Uraufführung: Jelena Firssowa,
„Erwartung“ für gemischten Chor und Orchester
Philharmonischer Chor Wolgograd
Wolgograder Philharmonisches Orchester
Osnabrücker Symphonieorchester
Andreas Hotz (Leitung)

 

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