Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Uraufführungen von Jan Müller-Wieland in Hamburg und Kassel

Ensemble Acht Jenisch-Haus

Der November 2012 startet gleich mit zwei Uraufführungen des in München lebenden Komponisten Jan Müller-Wieland.

In Hamburg erlebt sein „Lockgesang“ für Fagott und Streichtrio am 2. November 2012 als Teil der Reihe „Kammermusik heute“ seine Uraufführung durch Mitglieder des „Ensemble Acht“, zu dem auch Christian Kunert (u.a. aktueller ARD-Preisträger) gehört.

Vier Tage später, am 6. November 2012, folgt die Uraufführung des Streichquartett Nr. 3 („zweiter Mond“) in Kassel im Rahmen der „Kasseler Musiktage“. Neben Werken von Schubert, Mozart und Beethoven wird das „Joachim-Quartett“ das Auftragswerk der Kasseler Musiktage präsentieren.

Jan Müller-Wieland zu seinem 3. Streichquartett:

„1992 habe ich für das Keller-Quartett mein erstes Streichquartett geschrieben. Ein Satz darin heißt ‚geheim’, ein anderer ‚bescheiden’. Damals bereits empfand ich, dass die Gattung Streichquartett einen gewissermaßen zurückdrängt zu Bescheidenheit und Geheimnis.
Was bleibt über, wenn nichts mehr ist? Bleibt ein Geheimnis? Sollte man nicht einfach von Glück reden, überhaupt zu sein? Diese Grundfragen stellen sich mir auch beim Hören der späten Beethoven-Quartette, der Britten-Quartette, der Henze-Quartette und natürlich der Schubert-Quartette.
1993/94 koppelte ich diese Bereiche im 2. Streichquartett ‚Flanzendörfer-Wrackmente’ mit einer Baritonstimme, welche Fragmente des Ostberliner Lyrikers Frank Lanzendörfer (1962- 1988) singt. Ich habe mich nun 18 Jahre nicht zu dieser Gattung Streichquartett verhalten.
Intensive Gespräche mit Dieter Rexroth - dem Intendanten der Kasseler Musiktage - warfen mich im Frühsommer 2011 in ein neues Anspruchsdenken an diese Form. Denn Dieter Rexroth erwähnte eindringlich die komplexe Subjektivität, ja die Wut Beethovens und die Kunst der Fuge von Bach. Von meinem Vater erbte ich eine leinengebundene Streichquartett-Partitur mit einer Fassung der Kunst der Fuge. In der Hälfte des Lebens angekommen, habe ich diese Aspekte und Zeichen mit all ihren Verzweigungen sich sammeln lassen.“

2. November 2012
Hamburg
Jenisch Haus, Weißer Saal, 19:30 Uhr
Uraufführung: Jan Müller-Wieland,
„Lockgesang“ für Fagott und Streichtrio
Mitglieder des Ensemble Acht

6. November 2012
Kassel
Kasseler Musiktage, Ständesaal, 20 Uhr
(Konzerteinführung: 19 Uhr, Foyer des Ständesaals)
Uraufführung: Jan Müller-Wieland,
Streichquartett Nr. 3 („zweiter Mond“)
Joachim-Quartett

 

» Zeige alle News