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Grigori Frid ist tot

Frid Todesmeldung

Grigori Frid, der Schöpfer einer der meistgespielten Kammeropern der Gegenwart, ist tot. Der 1915 in Petrograd geborene Komponist starb am 22. September 2012, direkt an seinem 97. Geburtstag, in Moskau.

Frid hatte die Arbeit an seiner Kammeroper „Das Tagebuch der Anne Frank“ bereits 1969 begonnen. Libretto und Musik – es handelte sich zunächst um eine Fassung für Gesang und Klavier – entstanden gleichzeitig. Nur zwei Monate später vollendete Frid die Orchesterfassung. Die Uraufführung fand am 28. März 1972 statt. Erst am 28. März 1993 kam das Werk unter der Leitung von Franz Killer in Nürnberg zur deutschen Erstaufführung. Das Libretto folgt fast wortgetreu den Originaltexten aus Anne Franks Tagebuch.

1975 schuf Frid noch eine zweite ebenfalls monodramatische Kammeroper mit dem Titel „Briefe des van Gogh“, die am 20. Februar 1997 in Erlangen zur deutschen Erstaufführung kam.

Hans-Jörg von Jena schrieb in der Süddeutschen Zeitung einmal über Grigori Frid: „Grigori Frid, russischer Jude (oder jüdischer Russe) aus St. Petersburg, als Komponist, Kompositionslehrer, Musikorganisator in seiner Heimat eine Autorität, ist hierzulande so gut wie unbekannt geblieben. (...) Ein Kenner urteilt, im Werk dieses Komponisten herrschten lyrische Töne vor – ‚eine nach außen nüchterne Lyrik, die jedoch durch die innere Dramatik ihr Leben gewinnt.`


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