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Johann Sebastian Bachs „Goldberg-Variationen“ für Orchester

Bachfest 2012

Für jeden Musiker, der sich über die Schönheit der Musik hinaus auch mit strukturellen Fragen der Musik auseinandersetzt, sind die Goldberg-Variationen BWV 988 von Johann Sebastian Bach einfach der ungeschlagene Gipfel barocker Variationskunst. Nicht zuletzt deshalb gibt es in unseren Katalogen gleich zwei Versuche, das berühmte Werk für Klavier bzw. Cembalo auch für größere Besetzungen zu bearbeiten.

Der Geiger Dmitri Sitkowetsky hatte bereits eine Fassung der Goldberg-Variationen für Streichorchester vorgelegt, die oft gespielt wird. Nun ergänzt Jochen Neurath eine Fassung für Orchester, die das Gewandhausorchester Leipzig in Auftrag gegeben hat und unter Leitung von Stefan Asbury am 14. Juni 2012 beim Bachfest in Leipzig zur Uraufführung bringen wird. Bereits heute kann auch über die Niederländische Erstaufführung dieses Werkes am 4. März 2013 in Groningen berichtet werden, bei der Stefan Asbury dann das Noord Niederlands Orkest leiten wird. Jochen Neurath war es auch, der Bachs „Kunst der Fuge“ für Orchester bearbeitet hat.

Die Goldberg-Variationen tragen ihren Namen wegen einer Anekdote, deren Wahrheitsgehalt nicht hundertprozentig erwiesen ist. Angeblich soll der begabte Cembalist Johann Gottlieb Goldberg diese Variationen angeregt und seinem an Schlaflosigkeit leidenden Dienstherren vorgespielt haben. Im Erstdruck des Werkes von 1741 waren die Goldberg-Variationen noch als „Clavier Übung bestehend aus ARIA mit verschiedenen Veränderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen“ bezeichnet.

Eine weitere Aufführung findet am 15. Juni 2012 im Gewandhaus (20 Uhr) statt.

14. Juni 2012
Leipzig
Bachfest, Gewandhaus, Großer Saal, 20 Uhr
(Konzerteinführung ab 19:15 Uhr)
Uraufführung: Johann Sebastian Bach / Jochen Neurath,
„Goldberg-Variationen“ BWV 988, bearbeitet für Orchester
Gewandhausorchester Leipzig
Stefan Asbury (Leitung)

 

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