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Fachbeitrag über Mieczyslaw Weinbergs Streichquartette Nr. 14 op. 122 und Nr. 15 op. 124

Manuel Rösler hat einen zweiseitigen, hochinformativen Fachbeitrag über die beiden, in unserem Verlag als Druckausgabe erschienenen Streichquartette Nr. 14 op. 122 und Nr. 15 op. 124 von Mieczyslaw Weinberg (SIK 2414 und SIK 2415) in der Fachzeitschrift ENSEMBLE 3/12 veröffentlicht. Neben einer ausführlichen Vorstellung des Komponisten und der aktuellen „Wiederentdeckung“ seiner Musik kommt es zur eingehenden Darstellung dieser beiden bedeutenden Quartettkompositionen. Rösler schreibt u.a.:

„ (...) Im Gegensatz zu seinen oft monumentalen Sinfonien und den großen Opern (allen voran die unlängst in Bregenz aufgeführte ‚Passagierin’) handelt es sich bei den Streichquartetten um intime und sehr persönliche Werke. Die Schrecken des Krieges und der teuflische Wahnsinn der Shoah werden nicht gezeichnet, sondern finden ihren Widerhall in einer beinahe gestischen Musik, die der inneren Zerrissenheit Stärke entgegensetzt – und dies mit einer panreligiösen Inbrunst, die weniger an Schostakowitsch erinnert (mit dem er oft verglichen wird), als vielmehr auf Beethoven verweist.
Die beiden Streichquartette Nr. 14 und Nr. 15 sind 1978 und 1982 entstanden und könnten unterschiedlicher nicht sein. Das knapp halbstündige Opus 124 überrascht zunächst mit seiner formalen Anlage: Neun kurze Sätze gliedern das Quartett in eine Folge aphoristischer Gedanken und Bilder, die einem geheimen Programm zu folgen scheinen. Oft wird die Vierstimmigkeit in Duo- oder Triobesetzung aufgelöst, was Erinnerungen an polnische Volksmusik ebenso heraufbeschwört wie das Gefühl von Verlassenheit. (...)
Ganz anders das vier Jahre zuvor entstandene Streichquartett Nr. 14, das man wegen seiner vertrackten rhythmischen Strukturen (in Anlehnung an die Beethoven-Rezeption des 19. Jahrhunderts) als ‚Apotheose des Tanzes’ bezeichnen möchte. (...)"

 

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