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Sol Gabetta spielte Schostakowitschs 1. Cellokonzert op. 107

Der Auftritt der phänomenalen französisch-argentinischen Cellistin Sol Gabetta mit dem NDR Sinfonieorchester unter Leitung von Konstantinos Carydis am 29. März in der Hamburger Laeiszhalle hat ein begeistertes Echo gefunden. Die Tageszeitung „Die Welt“ schreibt in ihrer Ausgabe vom 30. März zu dem von Gabetta gespielten Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 op. 107 von Dmitri Schostakowitsch:

„(...) Etwas anders als gewohnt klang das Konzert Nr. 1 für Violoncello und Orchester op. 107 von Dmitri Schostakowitsch an diesem Abend, denn Sol Gabetta hatte sich dazu entschlossen, die Härten des harschen Allegretto-Kopfsatzes weniger aggressiv zu nehmen als manche ihrer Kollegen. Auch die brutal dazwischenfahrende Pauke, die das Hauptthema kurz einmal aufgreift, passte sich der sanfteren Lesart an. Wo Schostakowitsch scharfe Akzente und groteske Sforzati im Orchestersatz vorschreibt, war Gabetta immer wieder um Ausgleich bemüht und trimmte ihre Soli auf schlanke Klangschönheit. Großen Raum nahmen die Dialoge zwischen Solo-Cello und Solo-Horn im Orchester im Moderato-Satz ein, wo sich das aufgeregte Geschehen plötzlich beruhigt und langsam in Depression übergeht. Ein Holzbläsersatz blendet sich mit einem irritierenden tickenden Rhythmus ein, doch die sphärischen Klänge des Cellos behalten de Oberhand. Erst nach einer langen, am Ende von hellen Celestaklängen unterstützten Cadenza schließt das Allegro con moto wieder an die hämmernd-unwirsche Stimmung des Kopfsatzes an. Schrille Piccolo- und Es-Klarinetten-Figuren fahren dazwischen, und der Satz geht mit der für Schostakowitsch so typischen drängenden Beharrlichkeit und einer noch einmal herausgestellten Augmentation des Allegretto-Themas vom Beginn zu Ende. (...)“
(„Die Welt“, 30.03.2012)

 

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