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Alexander Arutjunjan starb am 28. März 2012

Arutjunjan Sterbemeldung

Der armenische Komponist Alexander Arutjunjan ist tot. Er starb am 28. März 2012 im Alter von 91 Jahren.

Arutjunjan absolvierte das Konservatorium seiner Heimatstadt mit Auszeichnung in den Fächern Klavier und Komposition. Von 1946 bis 1948 studierte er in Moskau Komposition bei Litinski und Instrumentation bei Pejko in Moskau. Seit 1954 wirkte er als künstlerischer Leiter der Armenischen Philharmonie in Jerewan.
Für seinen Stil war die armenische Folklore nachhaltig prägend. Arutjunjan leitete seit den 50-er Jahren eine Kompositionsklasse am Konservatorium Jerewan, aus der zahlreiche bedeutende russische Komponisten hervorgegangen sind.

Sein bedeutendstes Werk, das Trompetenkonzert, stammt aus dem Jahr 1950 und entstand in Moskau für den Virtuosen Timofej Dokschizer. Dokschizer war es auch, der die heute üblicherweise gespielte Solokadenz hierzu beisteuerte. Ungewöhnlich ist in jedem Fall der Aufbau dieses Konzertes, das mit einem Andante anhebt. Erst im darauffolgenden in As-Dur stehenden Allegro energico formt sich das Hauptthema heraus, sogleich gefolgt von einem ganz dem klassischem Sonatenhauptsatz nachempfundenen lyrischen zweiten Thema. In einem Zwischenteil zeigt Arutjunjan seine meisterhafte Beherrschung polyphoner Satztechniken. In der „klassischen“ Durchführung präsentieren sich Solist und Orchester in einem lebendigen Dialog. Anstelle eines langsamen Satzes erklingt ein zwischenspielartiges Meno mosso, und gleich darauf ein von der Spieldauer kaum längerer Rückgriff auf das Tempo primo. Der Hauptthemenkomplex wird hier noch einmal hymnisch überhöht, bis das Werk mit der virtuosen Solokadenz schließt. Trompeter lieben das Stück, der junge Solist Lukas Speckmann hat es sogar einmal als einen phänomenalen Tummelplatz für jeden virtuosen Kollegen bezeichnet.

 

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