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Unvergesslich: Awet Terterjans Sinfonie Nr. 8

In der Januarausgabe des Online-Magazins DIE TONKUNST (Nr. 1, Jg. 6, 2012, S. 106ff.) ist eine Rezension der in unserem Verlag neuerschienenen Partitur der Sinfonie Nr. 8 für großes Orchester und zwei Soprane von Awet Terterjan erschienen. Christoph Flamm schreibt dort:

„Wer Terterjans 8. und letzte Symphonie aus dem Jahr 1989 einmal gehört hat, wird sie niemals vergessen können: eine knappe halbe Stunde Musik, in der einem katastrophischen Aufbäumen ein langer, scheinbar endloser Trauermarsch mit wortlosen kreisenden Klagelauten folgt, um in eine weitere Katastrophe und wieder den Kondukt zu münden. Spiralförmig dehnt sich das Orchester aus und fällt wieder zusammen, unterbrochen von brachialen Tutti-Ausbrüchen, einer grotesken Paraden-Parodie, zäsuriert vom schrillen Rufen einer Klarinette und dem ephemeren Aufschimmern von C-Dur-Dreiklängen. Die Symphonie suspendiert mit ihren riesigen statischen Flächen unser Zeitgefühl, und sie entlässt den Hörer mit brutalen Trommelschlägen, die gleichsam in unendlicher Repetition in unüberhörbarer Ferne entschwinden. (...)
Dem Zweck, dieser Musik zu weiterer Verbreitung zu verhelfen, wird die Neuausgabe sicherlich bestens gerecht, und es ist zu hoffen, dass weitere folgen werden. Wo aber sind die Dirigenten und Orchester, die sich dieser einzigartigen, zugleich philosophisch-spirituellen wie sinnlich beeindruckenden Musik annehmen? Eine zyklische Aufführung oder Einspielung der acht Tertrejan-Symphonien – das ist eine überfällige Aufgabe und geradezu Pflicht des Musikbetriebs. (...)“

 

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