Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Gubaidulina-Artikel in VivaVoce

Im Magazin „VivaVoce – Frau und Musik” vom Internationalen Arbeitskreis Frau und Musik e.V. ist in der Ausgabe Nr. 91 Winter 2011 ein umfangreicher Artikel über die russische Komponistin Sofia Gubaidulina unter dem Titel „Verweilen der Seele im Geistigen“ erschienen. Da heißt es unter anderem:

„Sofia Gubaidulina ist die Grande Dame der Neuen Musik, die bedeutendste russische Komponistin der Gegenwart und ein nachdenklicher, tief religiöser Mensch, dessen geistiger Horizont nicht jenseits der Musik endet. Seit 18 Jahren lebt sie zurückgezogen in der Nähe von Hamburg, ist Mitglied der Hamburger Akademie der Künste, in der Stadt selbst allerdings nur äußerst selten zu sehen. Anders als György Ligeti oder ihr Landsmann Alfred Schnittke, die beide Hamburg zur neuen Wahlheimat gemacht hatten und als Professoren an der Musikhochschule Hamburg tätig waren, sucht Gubaidulina nicht unbedingt den direkten Kontakt zu Hamburger Institutionen. Lieber arbeitet sie daheim in Appen in völliger Ruhe und „züchtet“, wie sie es einmal formuliert hat, mit hoher Konzentration ihre neuen Werke. Oder sie reist rund um den Globus und besucht Aufführungen, denn Kompositionsaufträge erreichen sie aus aller Welt und von Sao Paulo bis Tokio werden ihre Stücke laufend gespielt.
Vielleicht ist es vor allem ihr Interesse an der Welt, den Menschen und dem Spirituellen, was das Geheimnis für die unmittelbare Wirkung ihrer Musik ausmacht. „Das wichtigste Ziel eines Kunstwerks ist meiner Ansicht nach die Verwandlung der Zeit“, sagt Gubaidulina. „Der Mensch hat diese andere Zeit – die Zeit des Verweilens der Seele im Geistigen – in sich. Doch kann sie verdrängt werden durch unser alltägliches Zeiterleben.“
(Den vollständigen Text finden Sie in VivaVoce 91/Winter 2011 auf den Seiten 2/3)

 

» Zeige alle News