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DAS BEBEN. Oper in zwei Teilen nach Heinrich von
Kleists Novelle "Das Erdbeben von Chili"

Komponist: Terterjan, Awet
Textdichter: Stecher, Gerta
Spieldauer: 120:0
Opus/Jahr: (1994)
Gattung: Oper
Besetzung: 2(2Picc),3(EnglHorn),3(2Es-Klar,BKlar),3(KFag) - 4,4,3,1 - Schl (Pk, 2 Trgl, Maracas, 2 Peitschen, 4 Holzbl, Tom-t, Tamb, kl.Tr, gr.Tr, 4 gr.BTr, Bk, Tam-t, RöhrenGl, KirchenGl, Glsp), Duda, Cemb, Streicher Holzbläser (0,2,BKlar,2), Tonband (Blechbläser, Schl, Gl, Cemb, Streicher, Chor - Regen, Donner, Erdbeben)
Uraufführung: 15.03.2003 / D
Erstaufführung(en): 01.12.2008 / Jerewan / ARM / Armenische Staatsoper / Orchester der Staatsoper / Ruben Asatryan

Inhalt:

Um die aufkeimende Liebe zwischen dem jungen Mädchen (Sie) und ihrem Hauslehrer (Er) zu verhindern, verbannen die Eltern ihre Tochter in ein Nonnenkloster. Doch auch dort finden die Verliebten Wege, einander zu treffen. Bei einem ihrer nächtlichen Rendezvous werden sie ertappt, und Sie wird wegen Ehebruchs vor Gericht gebracht und zum Tode verurteilt. Auf dem Richtplatz wartet Sie auf ihre Hinrichtung. Während der feierliche Klang riesiger Trommeln den Beginn der Exekution ankündigen, füllt sich der Platz mit einer neugierigen und blutrünstigen Menschenmenge. Von Mönchen angestachelt, fordern die Zuschauer immer lauter den Tod des Mädchens. Als der Scharfrichter schließlich mit dem Beil ausholt, erschüttert ein heftiges Erdbeben die Stadt. Breite Risse tun sich im wankenden Erdboden auf, und Gebäude brechen mit lautem Getöse zusammen. In panischem Schrecken stürzen die Menschen auseinander, und das Mädchen bleibt gerettet auf dem Richtplatz zurück.
Aus den Ruinen des zerstörten Gefängnisses entkommen, trifft Er beim Umherirren in der zerstörten Stadt auf Sie. Zunächst ungläubig, dann selig vor Freude preist das Liebespaar seine Rettung. Auch die anderen Überlebenden steigern sich in einen Freudentaumel. Der Ausrufer kündigt eine feierliche Dankesmesse in der unzerstörten Kirche an. Alle versammeln sich im Gotteshaus zur Messe. Der Prälat prangert, sich in fanatische Wut steigernd, die Sittenverderbnis an, derentwegen die Stadt von solch schrecklicher Naturkatastrophe heimgesucht worden sei. Das junge Mädchen wird von den Umstehenden erkannt und von ihnen, durch die Worte des Prälaten aufgepeitscht, erschlagen. Verzweifelt beklagt Er den Mord an der Geliebten und wird ebenfalls umgebracht. Gleichsam vor der Grausamkeit der eigenen Tat zurückschreckend, weicht die Menschenmenge in wortlosem Schuldbewusstsein langsam zurück.

Mietmaterial:

Zu diesem Werk ist Mietmaterial vorhanden, bitte kontaktieren Sie unsere Orchesterabteilung.