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DIE TOTEN SEELEN. Oper in drei Akten nach dem
gleichnamigen Roman von Nikolai Gogol

Komponist: Shchedrin, Rodion
Textdichter: Shchedrin, Rodion (Libretto) / Neef, Sigrid (dt.)
Opus/Jahr: (1976)
Gattung: Oper
Besetzung: 4(Picc,AFl),2,3(BKlar),3(KFag) – 4,3,3,1 – 5 Schl (4 Pk, Crot, Flex, Maracas, Guiro, Peitsche, Chocolo, Charleston, Tempelbl, Cow bells, Tamb, Bongos, MilitärTr, kl.Tr, gr.Tr, Bk, hg.Bk, 3 Gongs, 3 Tam-t, KirchenGl, Glsp, Xyl, Vibr), Balalaika, E-Git/BGit, Harfe, Cel, Cemb, Streicher (0/0/12/10/8) – Chor (Mezzosopran, Alt [Soli] 8S/8A/6T/6B [im Orchestergraben])

Inhalt:

In der Absicht, durch den vorgetäuschten Besitz möglichst vieler Untergebener sein Ansehen und seine Kreditwürdigkeit zu vergrößern, reist der Kollegienrat Tschitschikow übers Land, um sich von Gutsbesitzern deren verstorbene Leibeigene überschreiben zu lassen, sofern diese noch als lebend registriert sind. Nachdem er beim Staatsanwalt an einem großen Diner teilgenommen hat, besucht er zunächst den Gutsbesitzer Manilow, um bei diesem verstorbene leibeigene Bauern - "tote Seelen" also - zu kaufen. Nach anfänglicher Verwirrung lässt sich dieser von der Gesetzmäßigkeit des Handels überzeugen. Anschließend stattet Tschitschikow der Gutsbesitzerin Korobotschka einen Besuch ab. Auch von ihr will er tote Seelen erwerben. Sie ist misstrauisch und fürchtet, bei dem Handel übervorteilt zu werden. Daher will sie sich zuvor nach dem allgemein üblichen Preis erkundigen. Um tote Seelen zu kaufen, besucht Tschitschikow auch den Gutsbesitzer Nosdrjow, dann den Gutsbesitzer Sobakewitsch, der ihm seine Ahnen sehr teuer anbietet und um den Preis feilscht. Der geizige Gutsbesitzer Pljuschkin, bei dem er zuletzt vorspricht, will ihm tote Seelen nur unter der Bedingung verkaufen, dass ein Kaufvertrag geschlossen wird. Die Käufe Tschitschikows haben sich herumgesprochen und bilden den wichtigsten Gesprächsstoff auf dem Ball beim Gouverneur. Tschitschikow ist über die Veranstaltung kostspieliger Lustbarkeiten empört - wo doch im Lande Not und Teuerung herrschten. In der Stadt zerbricht man sich den Kopf über die Person Tschitschikows, über dessen Herkunft die unterschiedlichsten Gerüchte kursieren. Der Verdacht, er könne ein Revisor sein, veranlaßt den Staatsanwalt, sich das Leben zu nehmen. Auch soll er die Tochter des Gouverneurs als seine Braut entführt haben. Als Nosdrjow ihm die Entführung vorwirft und behauptet, man halte ihn für einen Räuber oder Agenten, reist Tschitschikow eilends ab.

Sätze:

EINLEITUNG (1.) * 1. Akt
MITTAGESSEN BEIM STAATSANWALT (Dezett) (2.)
WEG (Quintett) (3.)
MILANOW (4.)
UNWEG (5.)
KOROBOTSCHKA (6.)
LIEDER (7.)
NOSDRJOW (8.)
SOBAKEWITSCH (9.) * 2. Akt
KUTSCHER SELIFAN (Quartett)
PLJUSCHKIN (11.)
KLAGE (12.)
BALL BEIM GOUVERNEUR (13.)
GESANG (14.) * 3. Akt
TSCHITSCHIKOW (15.)
ZWEI DAMEN (Duett) (16.)
GERÜCHTE IN DER STADT (Ensemble) (17.)
TOTENMESSE FÜR DEN STAATSANWALT (18.)
SZENE UND FINALE (Quintett (19.)