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Gubaidulina-Festival in Hannover war ein Riesenerfolg

Vom 9. bis 13. November 2011 trafen sich im NDR Landesfunkhaus Niedersachsen und in der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover prominente Künstler und Ensembles, um den 80. Geburtstag (24. Oktober) der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina im Rahmen eines ihr gewidmeten Festivals zu würdigen. Die Komponistin selbst war vor Ort.

Die Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter, der Pianist Igor Levit, die Bajan-Virtuosin Elsbeth Moser, das Szymanowski Quartet, das Ensemble Resonanz, der Knabenchor Hannover und die NDR Radiophilharmonie unter ihrem Chefdirigenten Eivind Gullberg Jensen waren unter den Interpreten. Veranstaltet wurde das aufwendige Festival von der NDR Radiophilharmonie, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, der Stiftung Niedersachsen, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Hannover und Musikland Niedersachsen.

Elsbeth Moser sagte im Rahmen des Festivals: „Für mich ist Sofia Gubaidulina die größte Komponistin unserer Zeit.“ Die Bajanistin und Professorin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover hatte die Idee zu einer besonderen Würdigung von Sofia Gubaidulina: „Seit unserer ersten Begegnung sind ihre Musik und Persönlichkeit eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für mich. Ihr ein Fest zum 80. Geburtstag zu widmen, ist eine Idee, die mich nicht mehr losließ, und ich bin beeindruckt und begeistert, in Hannover so viele Verbündete gefunden zu haben – für ein wunderbares Geburtstagsfest mit einem so großen Spektrum an Veranstaltungen und herausragenden Künstlern!“

Neben vier Konzerten, die das sinfonische, vokal- und kammermusikalische Schaffen der Komponistin beleuchteten, bildeten Musikvermittlungs-Projekte in unterschiedlichsten Formaten einen Schwerpunkt des Festivals: Anne-Sophie Mutter war in einem Schülerkonzert der Reihe „Spurensuche“ zu Gast. Außerdem konnten junge Musikbegeisterte in der Kompositions-Werkstatt, einem mehrtägigen Workshop, Einblicke in die speziellen Prozesse des Komponierens gewinnen. Ein Akkordeon-Projekt führte Laienmusiker und Studenten der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover zum gemeinsamen Improvisieren zusammen, das Szymanowski Quartett gab im Rahmen der Reihe „zeit-lupe“ eine Einführung in das Streichquartett Nr. 3 von Sofia Gubaidulina. Im selben Konzert kam es auch zur Uraufführung des Werks „Kubla Khan“ von Jelena Firssowa und Dmitri Smirnow. Zusammen mit ihren Kindern Alissa Firssowa und Philip Firsow komponierten sie diese Überraschungskomposition (Auftragswerk der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik) extra für diesen speziellen Anlass.

Sofia Gubaidulina und Elsbeth Moser waren im Laufe der Festwoche in Live-Gesprächen auf dem Podium zu erleben, es gab einen Kinoabend im NDR mit dem preisgekrönten Film „Sophia – Biografie eines Violinkonzertes“, darüber hinaus lud das Forschungszentrum Musik und Gender der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover zu einem wissenschaftlichen Symposium ein.

 

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