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TILL EULENSPIEGEL. Singspiel in zwei Akten

Komponist: Karetnikow, Nikolai
Textdichter: Karetnikow / Lungin / Gruber / Harders-Wuthenow (dt.)
Gattung: musikalisches Bühnenwerk
Besetzung: - 5 S, MS, 4 A, 4 T, 4 Bar, 9 B, beliebige Stimmlage - Chorsolisten: 3 S, 3 A, 8 T, 7 Bar, B - gem. Chor - Frauenstimmen und Männerstimmen 3(Picc,AFl),3(EnglHorn),3(Es-Klar,BKlar),2 - 4,3(Picc),4,1 - 3 Schl (Pk, Schellen, Holzbl, Diplipito, Bongos, 2 Tomt, Tamb, MilitärTr, RührTr, gr.Tr, Bk, Tam-t, gl, Glsp, Xyl, Vibr), Harfe, Klav, Cel, Cemb, Org, Streicher

Inhalt:

Im Prolog erlebt der Zuschauer - von Komödianten dargestellt - Geburt und Taufe Tills. Aus der Weissagung der prophetischen Katline geht hervor, dass zur selben Zeit Philipp, der spanische König, geboren wurde. Auf diese Weise ist das Schicksal Till Eulenspiegels, der den freien und heiteren Geist Flanderns verkörpert, und das Philipps, des Henkers der Niederländer, miteinander verbunden. Der erste Akt zeigt den Marktplatz von Damme. Till und seine Geliebte Nele prophezeien den Bürgern das Schicksal. Weil Till dabei die Kirche verspottet und einen Mönch beleidigt, wird er aus Damme verbannt. Unterwegs freundet er sich mit dem dicken Lamme an. Für seinen Onkel Joost soll Till Geld, das für die gegen die Spanier kämpfenden Geusen bestimmt ist, nach Gent bringen. Beim Karneval in Damme zu Ehren Philipps II. wird Tills Vater Klaas verhaftet, der vom Fischhändler wegen des Besitzes einer flämischen Bibel denunziert worden war. Klaas befindet sich schon auf dem Scheiterhaufen der Inquisition, als Till bei seiner Rückkehr zusammen mit seiner Mutter Sootkin ebenfalls verhaftet wird. Sootkin stirbt unter der Folter. Im zweiten Akt finden wir Till und Lamme im Lager der Geusen. Nele, die indessen auf Till wartet, bittet ihre Mutter Katline, ihr wahrzusagen. Die beiden Frauen werden vom Fischhändler belauscht. Till und Lamme kämpfen bei einer Seeschlacht gegen die Spanier auf Seiten der siegreichen Geusen. Währenddessen verurteilt man Katline zur Wasserprobe; obwohl diese beweist, daß sie keine Hexe ist, wird sie zu spät aus dem Wasser gerettet und stirbt in Neles Armen. Die Geusen feiern ihren Sieg und wollen sich an der verhassten Inquisition rächen, indem sie die gefangenen Mönche aufknüpfen. Till versucht diese Grausamkeit zu verhindern und soll deshalb selbst gehängt werden. Nur Neles unerwartetes Erscheinen rettet ihn vor dem Henker: Nach altem Recht rettet ein Mädchen den Verurteilten, wenn es ihn am Fuß des Galgens zum Mann nimmt. Till und Nele kehren nach Damme zurück und finden Chaos und Verwüstung vor. In den Ruinen von Tills Elternhaus begegnen sie dem wahnsinnig gewordenen Fischhändler, der auf der Suche nach dem Geld des hingerichteten Klaas in den Brunnen stürzt und stirbt. Fassungslos erkennen Nele und Till die ringsum herrschende Zerstörung. Mit Hilfe eines geheimnisvollen Trankes wollen sie sich die Zukunft weissagen, aber Till stirbt daran. Zu seinem Begräbnis wiederholen die Komödianten die närrische Taufe aus dem Prolog; Till erwacht zur Unsterblichkeit.

Mietmaterial:

Zu diesem Werk ist Mietmaterial vorhanden, bitte kontaktieren Sie unsere Orchesterabteilung.