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Amsterdam: Niederländische Erstaufführung von Sofia Gubaidulinas „In tempus praesens“

Radio Filharmonisch Orkest

Sofia Gubaidulinas 2007 uraufgeführtes Violinkonzert „In tempus praesens“ erlebt am 22. Oktober 2011 seine niederländische Erstaufführung im Concertgebouw Amsterdam. Es spielen Simone Lamsma (Violine) und das Radio Filharmonisch Orkest Hilversum unter der Leitung von Reinbert de Leeuw.

„In tempus praesens“ ist der Violinistin Anne-Sophie Mutter gewidmet, die das Werk zusammen mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle im August 2007 beim Lucerne Festival zur Uraufführung gebracht hatte.

Das im Auftrag der Paul Sacher Stiftung entstandene Konzert ist Sofia Gubaidulinas zweites Violinkonzert nach dem großen, von Gidon Kremer einst in die Welt getragenen Violinkonzert „Offertorium“ aus dem Jahr 1980, das man bereits als ein Repertoirestück der Gegenwartsmusik bezeichnen kann. Bei „In tempus praesens“ ließ sich die Komponistin von dem in ihrem Namen wie auch in dem der Widmungsträgerin enthaltenen Begriff „Sophia“ leiten, der für sie die schöpferische Kraft Gottes darstellt. Daneben spielen für Gubaidulina in diesem Werk noch verschiedene andere Phänomene eine besondere Rolle. So sind, abgeleitet von der göttlichen Dreieinigkeit, die Zahlen Drei und Eins für sie zentral. „Aber diese ‚Eins’ trägt eine unendliche, multidimensionale Welt in sich und damit eine unendliche Zahl von Eigenschaften“, erklärt die Komponistin. So steht das große Unisono am Übergang vom vierten zum fünften Teil des Werkes - für Gubaidulina eine Metapher für die Gegenwart („tempus praesens“) - gleichzeitig für die Vielfalt in der Einheit.

22. Oktober 2011
Amsterdam
Concertgebouw, Großer Saal, 14:15 Uhr
Niederländische Erstaufführung: Sofia Gubaidulina,
„In tempus praesens“. Konzert für Violine und Orchester
Simone Lamsma (Violine)
Radio Filharmonisch Orkest Hilversum
Leitung: Reinbert de Leeuw

 

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