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BORIS GODUNOW. Oper in 4 Akten und einem
Prolog (10 Bilder)

Komponist: Mussorgski, Modest
Bearbeiter: Schostakowitsch, Dmitri
Textdichter: Mussorgski, Modest (Libretto)
Gattung: Oper
Besetzung: 3(Picc),3(EnglHorn),4(Es-Klar, BKlar),3(KFag) - 4,3,3,1 - Pk, Schl (trgl, Tamb, kl.Tr, gr.Tr, Bk, Tam-t, Gl, Glsp, Xyl), Cel, Harfe, Klav, Streicher Bühnenmusik: 3 (4) Trompeten, 4 Kornette, 6 Hörner (2 T, 2 Bar, 2 B), Balalaikas, Domras
Uraufführung: 04.11.1959 / D

Inhalt:

Nach dem Tod des Zaren Feodor, Sohn Iwan des Schrecklichen, soll Boris Godunow, der mächtige Schwager des Verstorbenen, neuer Zar werden, obwohl die Bojaren den Emporkömmling hassen und fürchten. Das Volk, das sich vor dem Neujungfrauenkloster versammelt, wohin sich Boris zurückgezogen hat, wird gezwungen, Boris anzuflehen, er möge die Zarenkrone annehmen. Dieser möchte nach außen den Eindruck erwecken, als erstrebe er nicht aus eigenem Antrieb die Zarenwürde, sondern als werde sie ihm vom russischen Volk aufgedrängt.
Endlich ist die Entscheidung gefallen. Vor der Kathedrale von Moskau empfängt das jubelnde Volk Boris, der sich zur feierlichen Krönung begibt. Endlich an der Macht, verspricht er, ein gerechter Herrscher zu sein.
Im Tschudow-Kloster des Kreml sitzen die Mönche Pimen und Grigori Otrepjew in ihrer Zelle. Pimen warnt den unzufriedenen Grigori vor dem trügerischen Glanz des Lebens außerhalb des Klosters und berichtet, wie Zar Boris angeblich den rechtmäßigen Thronfolger Dimitri hat umbringen lassen. Grigori schwört, die Ermordung des Zarewitschs zu rächen.
Grigori flieht aus dem Kloster und schließt sich auf seinem Weg ins polnisch besetzte Litauen den Bettelmönchen Warlaam und Missail an. In einer Schenke an der Grenze wird er von den Häschern jedoch eingeholt. Zunächst gelingt es Grigori, den des Lesens und Schreibens unkundigen Verfolgern vorzutäuschen, daß der Gesuchte Warlaam sei. Schließlich wird er doch erkannt, kann aber im letzten Moment entkommen.
Im Kreml trauert unterdessen Godunows Tochter Xenia um ihren verstorbenen Bräutigam. Vergeblich versuchen ihr Bruder Feodor, die Amme und schließlich auch der Zar, sie zu trösten. Boris scheint es, als liege auf allem der Schatten des verstorbenen Zarewitschs, denn Hungersnöte verwüsten das Land, und das Volk begehrt gegen den Zaren auf. Außerdem wird gemeldet, daß in Polen ein neuer Zar aufgetaucht sei, der sich als Dimitri ausgebe und gegen Moskau ziehen wolle. Noch einmal lässt sich Boris von seinem mächtigen Gegenspieler Schuiski, dem Führer der Bojaren, vom blutigen Tod des Zarewitschs berichten. In wahnsinniger Gewissensqual glaubt er, das ermordete Kind vor sich zu sehen, und fleht den Himmel um Gnade an.
Im polnischen Sandomir wird Grigori Otrepjew als rechtmäßiger Zarewitsch anerkannt, und der Adel unterstützt ihn in seinem Anspruch. Grigori hat sich in die ehrgeizige Marina, die Tochter des Wojwoden verliebt, die davon träumt, Zarin zu werden. Hinter ihr steht der Jesuit Rangoni, der mit Hilfe des falschen Dimitri Russland der Macht der römisch-katholischen Kirche zu unterwerfen hofft.
Der eifersüchtig liebende Grigori wird von Marina bedrängt: Nur einem Helden, der sich den rechtmäßigen Thron erobere, will sie ihre Liebe schenken - leidenschaftlich schließt er sie in die Arme. Rangoni beobachtet befriedigt, wie Marina den jungen Russen für die politischen Ziele der Kirche einspannt.
In Moskau wird Grigori in Acht und Bann geworfen. Vor der Kathedrale wird Boris Godunow vom darbenden Volk um Brot angefleht. Ein Blödsinniger, von hungernden Kindern bestohlen, schreit dem Zaren zu, er solle sie ebenso erschlagen, wie er einst den Zarewitsch hat ermorden lassen.
Im Kreml berät der Rat der Bojaren, wie man den falschen Dimitri niederwerfen könne. Boris wird von Visionen des toten Zarewitschs gepeinigt. Er fühlt sich dem Tode nahe und läßt sich Bußkleider anlegen. Beim Läuten der Totenglocken ruft Boris seinen Sohn Feodor zum Zaren aus und bricht tot zusammen. Fürst Schuiski verwehrt Feodor den Thron.
In der Nähe von Moskau hat sich das Volk zusammengerottet. Mitten im Aufruhr erscheint der vom Jubel des Volkes begrüßte falsche Zarewitsch Dimitri. Nur der Blödsinnige, in dunkle Vorahnungen versunken, steht abseits.

Mietmaterial:

Zu diesem Werk ist Mietmaterial vorhanden, bitte kontaktieren Sie unsere Orchesterabteilung.