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DER KLEINE PRINZ Oper nach der gleichnamigen
Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry

Komponist: Schapfl, Nikolaus
Textdichter: Saint-Exupéry, Antoine de / Schapfl, Nikolaus
Spieldauer: 140:0
Opus/Jahr: (2003/2006)
Gattung: Oper
Besetzung: 2(Picc),2(EnglHorn),2(BKlar,TSax),2(KFag) - 3,2,3,0 - Pk, 2 Schl (Trgl, Metal Chimes, Claves, Vibraslap, Maracas, 3 Tomt, Tamb, kl.Tr, gr.Tr, Bk, Tam-t, PlattenGl, Marimba), Harfe, Cel, KlaviaturGlsp, Streicher (12/10/8/6/4)

Inhalt:

Nach einem Absturz erwacht der Pilot in der Wüste neben dem Wrack seines Flugzeuges davon, dass der kleine Prinz ihn bittet, ihm ein Schaf zu malen. Nach mehreren missglückten Versuchen malt der Pilot kurzerhand eine Holzkiste und behauptet, darin befinde sich das gewünschte Schaf.
Der kleine Prinz erzählt von seinem winzigen Heimatplaneten und von schreckenerregenden Affenbrotbäumen, die diesen zu überwuchern drohen. Er hofft, dass sein gemaltes Schaf die gefährlichen Bäume frisst, solange sie noch junge Pflänzchen sind. Der Pilot beginnt, des kleinen Prinzen Schwermut zu verstehen, und gemeinsam betrachten sie den Sonnenuntergang. Der kleine Prinz ist um eine Rose besorgt, die in wundersamer Weise auf seinem Planeten erblüht ist. Da sich die Rose als äußerst kapriziös und empfindlich herausstellte, konnte der kleine Prinz seiner Liebe zu ihr nicht froh werden und verließ ihretwegen seinen Planeten.
Auf seiner Reise begegnet der kleine Prinz den sonderbarsten Gestalten. Ein selbstgerechter König gefällt sich im Erteilen sinnloser Befehle an seine nicht vorhandenen Untertanen. Ein Eitler lebt nur in der Bewunderung durch Andere. Ein Säufer ist gefangen in seinem Kreislauf von Scham und Sucht. Ein habgieriger Geschäftsmann glaubt durch unablässiges Zählen der Sterne seinen Reichtum zu vermehren. Ein Laternenanzünder folgt pedantisch seinen widersinnigen Weisungen und ein beschränkter Geograph weigert sich, eigene Erkenntnisse zu erwerben. Erschüttert wendet sich der kleine Prinz von allen ab und reist zur Erde. Die Erde ist eine menschenleere Wüste. Eine Schlange bedeutet dem kleinen Prinzen in Rätseln, dass
sie ihn eines Tages wieder zu seinem Planeten bringen könne. Auf der Suche nach einem Freund beginnt der kleine Prinz, sich nach seiner Rose zurückzusehnen. Der Anblick eines Gartens voller Rosen führt zu einer weiteren traurigen Erkenntnis: Alle Blumen gleichen seiner Rose, die also keineswegs so einmalig ist, wie er geglaubt hatte. In seiner Einsamkeit versucht der kleine Prinz, mit einem Fuchs zu spielen. Doch dieser erklärt ihm, dass sie, um Freunde werden zu können, erst miteinander vertraut werden müssten.
Der kleine Prinz zähmt den Fuchs, und zum Abschied gibt dieser seinem Spielkameraden das Geheimnis der Freundschaft mit auf den Weg: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Es ist die gemeinsam verbrachte Zeit, die dem kleinen Prinzen seine Rose so wertvoll und einzigartig macht.
Die Sehnsucht des kleinen Prinzen nach seiner Rose ist auch für den Piloten offensichtlich. Er kann den kleinen Prinzen nicht davon abhalten, die Schlange wieder aufzusuchen, deren Gift allein ihn wieder nach Hause bringen kann. Sein Körper ist für die Reise von der Erde zu schwer und muss leblos zurückbleiben.
Zum Trost schenkt der kleine Prinz dem Piloten ein Versprechen: „Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es sein, als lachten dir alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne.“

Mietmaterial:

Zu diesem Werk ist Mietmaterial vorhanden, bitte kontaktieren Sie unsere Orchesterabteilung.