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Ein ECHO für „Echos der Zeit“ mit Lisa Batiashvili

Echo Klassik 2011

Lisa Batiashvilis Neuaufnahme des Violinkonzerts Nr. 1 a-Moll op. 77 und Lyrischer Walzer aus Tanz der Puppen von Dmitri Schostakowitsch und des Werkes „V & V“ von Gija Kantscheli wurde mit einem ECHO 2011 in der Kategorie „Instrumentalist des Jahres“ ausgezeichnet.

Die georgische Geigerin ist als Solistin zu größter Verinnerlichung fähig. Mit tiefen Streichern hebt das Nocturne: Moderato trauermusikartig an, und Batiashvili übernimmt die gedeckte Stimmung auch im Dialog mit dem düster begleitenden Fagott. Sie spielt die traurige, unendlich lange Kantilene, die so gar nicht mit den Erwartungen an ein mehr oder weniger virtuoses Solo-Konzert zusammengeht, nur begrenzt emphatisch. Das Orchester begleitet stockend, mal mischt sich ein Piccolo-Solo dazu, dann steuert die Celesta fremdartige Töne bei, die wie Regenwasser hinabtropfen. Frappierend ist dann der Kontrast zum frechen Scherzo mit seinen Holzbläserwirbeln und der majestätischen, pseudobarocken Passacaglia im dritten Satz. Auch im Finale bleibt Batiashvili zuversichtlich, obwohl die Burlesque dieses erschütternden Werkes aus dem Jahr 1947 viel Düsternis ausstrahlt.

Hinter der Bezeichnung „V & V“ von Gija Kantschelis apartem Werk für Violine, Tonband und Streichorchester verbergen sich die Bezeichnung „Violin and Voice“. Der Komponist verwendet in diesem Werk eine ihm auf Band vorliegende Vokalise des georgischen Volkssängers Gonaschwili, der 1988 bei einem tragischen Unfall ums Leben kam und von ihm sehr verehrt wurde. Während nach Aussage des Komponisten diese Singstimme für das Ewige steht, verkörpert die Violinstimme das Irdische.

„Echoes of Time“

darin: Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77 und Lyrischer Walzer aus Tanz der Puppen (Dmitri Schostakowitsch), „V & V“ für Violine (Gija Kantscheli), Zuspielung und Streichorchester Lisa Batiashvili (Violine), Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Esa-Pekka Salonen (Ltg.)

Deutsche Grammophon CD 477 9299

 

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