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Alexander Raskatov: Uraufführung und britische Erstaufführung in London

LPO - Raskatov

In der Royal Festival Hall in London kommt es am 21. September 2011 zu gleich zwei Premieren von Stücken des russischen Komponisten Alexander Raskatov.

In einem Konzert zu Ehren Modest Mussorgskis erlebt Raskatovs Orchesterwerk „A White Night’s Dream“ seine Uraufführung, gespielt durch das London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Vladimir Jurowski. Mit dem Bassisten Sergej Leiferkus wird das Orchester im Verlauf des Konzertabends auch die britische Erstaufführung von Raskatovs Bearbeitung der „Lieder und Tänze des Todes“ für Bass und Orchester mit Zwischenspielen von Mussorgski präsentieren.

Zu seinem neuen Stück „A White Night’s Dream“ sagt der Komponist:

„Bereits seit vielen Jahren dient mir eine Ausgabe der Mussorgski-Briefe als eine Art Bibel.

Mussorgski war ein großer Meister des Wortes. Und wie aus seinen Briefen hervorgeht, hasste er musikalische ‚Überleitungen’ – er betrachtete sie als akademisches bzw. schulmäßiges Komponieren. So entschloss ich mich, ein Stück zu schreiben, das frei von jeglichen Überleitungen ist, sondern nur auf Materialexpositionen basiert, die wie an einer langen Kette aufgereiht sind. So entstanden 14 Abschnitte, die dadurch miteinander verbunden sind, dass sie sich auf verschiedenen Wahrnehmungsebenen auf Mussorgskis Stadt St. Petersburg beziehen. Die ‚Klangaura’ des Werkes ergibt sich aus zahlreichen kurzen Anspielungen auf die Innenwelt Mussorgskis. An dieser Stelle würde es keinen Sinn machen, noch weiter ins Detail und in die Selbstanalyse zu gehen. Wichtig war mir vor allem, ein Gefühl für die enorme Weite Russlands zu vermitteln, wie Mussorgski in einem seiner Briefe schrieb: ‚die Weite der russischen Wälder und Wiesen’. Eine Menge ‚Zutaten’ wurden miteinander vermischt: Glocken, Uhren, eine schwüle weiße Nacht, Teufel, Kirchengesänge, ein heiliger Narr sowie Wasser und Luft als Proto-Elemente einer Stadt.

‚A White Night’s Dream’ kann zusammen mit der kürzlich entstandenen und uraufgeführten Suite für Bass und Orchester ‚Das Alphabet des Todes’ und meiner Bearbeitung der 'Lieder und Tänze des Todes' von Mussorgski zu einem speziellen Triptychon vereint werden, das von dem Tod als letztem Geheimnis des Lebens handelt.“

„A White Night’s Dream“ wurde im Auftrag des London Philharmonic Orchestra, Ferrara Musica und Ars Musica Brüssel komponiert.

21. September 2011
London
Royal Festival Hall, Southbank Centre, 19:30 Uhr
Uraufführung: Alexander Raskatov,
„A White Night’s Dream“ für Orchester
Hommage à Modest Mussorgsky
Britische Erstaufführung: Mussorgski/Raskatov,
„Lieder und Tänze des Todes“ für Bass und Orchester mit Zwischenspielen
Sergej Leiferkus (Bass)
London Philharmonic Orchestra
Leitung: Vladimir Jurowski


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