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Kritik zu Jörn Arneckes „Kryos“ in „Die deutsche Bühne“

Das Sujet von Jörn Arneckes neuer Oper „Kryos“ kreist um eine Geschichte, die in ferner Zukunft spielt. Mit Kryos ist eine Insel bezeichnet, die im 23. Jahrhundert verzweifelten Menschen Zuflucht gewährt. Nach der Klimakatastrophe hat sich eine kleine Menschengemeinschaft im ewigen Eis eingerichtet. Hier leben sie in Harmonie miteinander, die Angst vor dem Tod ist ebenso überwunden wie der Konkurrenzkampf der alten Welt, stattdessen prägen Gemeinschaftssinn und spirituelle Rituale das Leben auf der Insel. Bis eines Tages ein Fremder an den Strand gespült wird, der aus der Vergangenheit zu kommen scheint ...
Zur Uraufführung von Arneckes Oper „Kryos“ an der Oper Bremen am 14. Mai 2011 schreibt Detlef Brandenburg in der Fachzeitschrift „Die deutsche Bühne“ 7/2011:
„(...) Der Stoff bot für Arnecke offenbar animierende Kompositions-Anreize. Seine Musik arbeitet weniger mit Themen oder Motiven als vielmehr mit musikalischen Aggregatzuständen, die durch Bewegungsfiguren, Rhythmen und Klangfarben definiert werden. Da gibt es eisstarre Repetitionen zur Darstellung der Kryos-Zivilisation, organisch summende Streicherflächen für das Aufbrechen dieser Starrheit bei Maja oder bizarr verfremdete Hornsignale, wenn der Fremde von traumatischen Erinnerungen heimgesucht wird. Besonders raffiniert klingt der Spektralklang mit seinen bis in die Mikrotonalität ausdifferenzierten Partialton-Schichtungen. (...)“

 

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