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Lera Auerbach: Österreichische Erstaufführung von „Serenade for a Melancholic Sea“ in Graz

Congress graz

Lera Auerbachs 2002 entstandenes Konzertwerk „Serenade for a Melancholic Sea“ erlebte im September 2002 seine Uraufführung in der japanischen Großstadt Kanazawa auf der Insel Honschu durch das Orchesterensemble Kanazawa unter der Leitung von Hiroyuki Iwaki. Der Kompositionsauftrag kam vom Orchesterensemble Kanazawa.

Das Gidon Kremer gewidmete Werk erlebt nun am 17. Juni 2011 seine österreichische Erstaufführung im Grazer Congress. Unter der Leitung des in Teheran geborenen Nassir Heidarian wird das Ensemble der Universität für Musik Graz das Werk präsentieren.

Lera Auerbach zu ihrer Komposition:
„Das Werk entstand auf Anregung von Gidon Kremer, dem es auch gewidmet ist. Es ist eine Auftragskomposition des Ensemble Kanazawa.
Im Gedenken an Toru Takemitsu geschrieben, enthält das Tonmaterial der Serenade sowohl Torus als auch Gidons Monogramm. Auch Takemitsus „See-Motiv“ Es (S) – E – A ist präsent. So begegnen sich Gidon und Toru symbolisch in der raum- und zeitlosen See der Musik erneut. Das vielleicht größte Mysterium musikalischer Interpretation ergibt sich dann, wenn Komponist, Musiker und Zuhörer in einem Augenblick zusammenkommen, in dem Zukunft und Vergangenheit einander begegnen und an dieser Schnittstelle zur Gegenwart werden.
In diesem Stück spielen Orchester und Solisten sehr unterschiedliche Rollen. Der Orchestersatz ist bei aller Zartheit komplex. Bei der Konzeption des Werkes stellte ich mir ein Gemälde vor, das aus der Entfernung den Eindruck einer einfarbig bemalten Leinwand erweckt – bei näherer Betrachtung entdeckt man jedoch differenzierte feine Pinselstriche: ein polyphonisches Gemälde. Das Streichorchester ist in 23 selbständige Stimmen aufgeteilt, die jede für sich eine andere Perspektive zu dem steten Wechsel des Farbenspiels beitragen. Vor diesem ruhigen und gleichzeitig vielschichtigen Hintergrund erscheinen die Protagonisten Violine, Violoncello und Klavier als eigenständige Figuren in einem weiten, offenen Raum.“

17. Juni 2011
Graz
Congress, 19 Uhr
Österreichische Erstaufführung: Lera Auerbach,
„Serenade for a Melancholic Sea“ für Violine, Violoncello, Klavier und Streicher
Ensemble der Universität für Musik Graz
Leitung: Nassir Heidarian


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