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„Pan und Syrinx“ von Carl Nielsen mit den Philharmonikern Hamburg

Zum sechsten Abonnementkonzert der Philharmoniker Hamburg unter Leitung des Musikdirektors der Königlich Dänischen Oper Kopenhagen, Michael Schønwandt, am 7. Februar in der Laeiszhalle Hamburg schreibt die Tageszeitung DIE WELT:

„Das sechste Philharmonische Konzert unter Leitung des in Hamburg stets willkommenen dänischen Gastdirigenten und Musikdirektors der Königlich Dänischen Oper, Michael Schønwandt, am Montag in der Musikhalle war zwar noch nicht Bestandteil des mit Spannung erwarteten Finnen-Festivals Rantakala der Elbphilharmonie Konzerte ab 12. Februar, wohl aber konnte man es mit seinem skandinavischen Schwerpunkt als kleinen Vorgeschmack darauf werten. Dänemark und Finnland haben im ausgehenden 19. Jahrhundert völlig unabhängig voneinander zwei Sinfoniker hervorgebracht, die extrem unterschiedliche Wege beschritten haben, aber beide zu wahren Nationalhelden ihrer Länder wurden. Der Däne Carl Nielsen und der Finne Jean Sibelius sind im gleichen Jahr geboren, doch Sibelius überlebte seinen Kollegen um mehr als ein Vierteljahrhundert, auch wenn er die ihm verbliebene Zeit kaum mehr zum Komponieren nutzte.
Schønwandt und die Philharmoniker spielten zu Beginn die etwas befremdlich als ‚Naturszene’ bezeichnete sinfonische Dichtung ‚Pan und Syrinx’ op. 49 von Carl Nielsen. Das Werben des wilden Pan um die schöne, aber scheue Nymphe regte Nielsen zu ungewöhnlich tonmalerischen, über weite Strecken auch impressionistisch gefärbten Klängen an.
Zauberhaft streute das Schlagzeug blitzende Glockenspielakzente ein, und eine irritierend bitonale Figur zweier Flöten illustrierte die Abwehrhaltung der hilflosen Syrinx, die sich am Ende nur durch die Verwandlung in ein Schilfrohr retten konnte. Schon am Anfang hatte die Solo-Flöte in der tiefen ersten Lage, womit Nielsen bewusst an Debussys ‚Syrinx’ für Flöte solo anknüpfte, über bewegten Tremoli der Streicher die nicht nur von Renaissancemalern immer wieder ins Bild gesetzte Szenerie der Waldberge Arkadiens in ein märchenhaftes Umfeld getaucht. (...)“

 

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