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NDR Hamburg: John Coriglianos Schlagzeugkonzert „Conjurer“ in deutscher Erstaufführung

Der italo-amerikanische Komponist John Corigliano ist mit seinen Sinfonien, Konzerten und Filmmusiken, vor allem dem Oscar-gekrönten Soundtrack zu „The Red Violin," weltberühmt geworden. Doch als die Grande Dame der Perkussionisten, Evelyn Glennie, ihn bat, auch einmal etwas für Schlagzeug zu schreiben, scheute der Komponist zurück: „Meine einzige Reaktion war Entsetzen. Ich sah nur Probleme ... aber irgendetwas an dieser Herausforderung hat mich auch fasziniert.“

Auf Glennies Anregung entstand das Schlagzeugkonzert „Conjurer“, das in der Gattung zweifellos eine Sonderstellung einnimmt. Es verlangt nämlich vom Solisten, was einem Schlagzeuger üblicherweise am schwersten fällt und wozu er eigentlich ein echter „Conjurer“, ein „Zauberer“, sein müsste: richtige Melodien zu spielen. Für den Percussion-Star Martin Grubinger, der auch schon die beiden Schlagzeugkonzerte des Amerikaners Avner Dorman zur Uraufführung brachte, ist das genau das Richtige. Er sagt: „Die Musik muss singen.“

Das NDR Sinfonieorchester bringt Coriglianos „Conjurer“ am 27. Januar 2011 in der Hamburger Laeiszhalle zur deutschen Erstaufführung. Im zweiten Teil dirigiert der Gastdirigent Philippe Jordan die 15. Sinfonie op. 141 von Dmitri Schostakowitsch. Der Sohn des Komponisten und Dirigent Maxim Schostakowitsch sagte einmal zur letzten Sinfonie seines Vaters: „In der Sinfonie kommt die gesamte Spannbreite des menschlichen Lebens zum Ausdruck, vom Anfang bis zum Ende. Das Schlagwerk am Ende der 15. Sinfonie erinnert an das Ticken einer Uhr – das ist die Zeit, die Gott uns gibt.“

 

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