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Junger Komponist bei Sikorski: Johannes X. Schachtner

Mit Johannes X. Schachtner wird ein junger, hochbegabter Komponist in die Sikorski-Kataloge aufgenommen.

Schachtner wurde am 26.06.1985 in Gräfelfing geboren und studierte Dirigieren bei Bruno Weil und Komposition bei Hans-Jürgen von Bose, Rudi Spring und unserem Verlagsautor Jan Müller-Wieland an der Hochschule für Musik und Theater München.

Als Dirigent arbeitete er bereits mit der Philharmonie Bad Reichenhall, der Taschenphilharmonie, dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt und den Münchner Symphonikern, bei denen er im Januar 2009 sein Debüt feierte. 2007 gab er sein Debüt als Operndirigent mit Rossinis „Il turco in Italia" und erhielt Einladungen zum A·DEvantgarde-Festival 2007 und 2009.

Schachtners Kompositionen wurden unter anderem von Silke Avenhaus, Julia Fischer, Siegfried Mauser, Peter Schöne, den Münchner Symphonikern, den Philharmonikern Bad Reichenhall und von den Dirigenten Michael Sanderling und Ulrich Nicolai aufgeführt. Kompositionsaufträge kamen auch von der Bayerischen Staatsoper, der Akademie der Schönen Künste, dem Julia-Fischer-Festival, der Landeshauptstadt München sowie vom A·DEvantgarde Festival 2009 und 2011 und den Bamberger Symphonikern 2011. Seine Kurzoper „Hannah und Tim“ nach einem Libretto von Norbert Niemann wurde bei der Münchner Biennale 2010 uraufgeführt. 2009 wurde er beim Biennale-Konzert „Klangspuren" portraitiert.

Schachtner war Preisträger beim 2. Internationalen Kompositionswettbewerb des Düsseldorfer Orgelfestivals und erhielt für 2009/2010 ein Aufenthaltsstipendium des Internationalen Künstlerhauses „Villa Concordia“ in Bamberg. 2009 wurde er mit dem Günther-Klinge-Kulturpreis seiner Heimatgemeinde Gauting ausgezeichnet. 2010 wurde er für den GEMA-Musikautorenpreis nominiert. Bis zum Sommer 2010 lebte und arbeitete Johannes X. Schachtner in der Cité des Arts in Paris. Im Jahre 2011 ist er Artist in residence bei der Bad Reichenhaller Philharmonie. Im Februar dieses Jahres war er Gast des International Centre for Composers im schwedischen Visby.

Schachtner, der aus einer hochmusikalischen Familie stammt und unter anderem Trompete spielt, hat stets Interesse am Experiment. „Ich habe ein sehr großes Interesse, in viele Bereiche hinein zu arbeiten, aber dabei auch immer bei mir zu bleiben“, sagte er einmal im Gespräch mit Luise Botta und Lisa Hauke. „Ich habe früher ganz viel Jazz gemacht und auch Kirchenmusik. Aus meiner Sprache heraus versuche ich, in diese Bereiche zu gelangen. Manche Stücke haben ein bisschen mehr mit Jazz zu tun; andere Stücke wiederum haben etwas mit Kirchenmusik zu tun, wenn ich zum Beispiel eine neue Form der Kirchenmusik suche oder einen neuen Umgang mit geistlichen Themen.“

Johannes X. Schachtners Werkkatalog umfasst Orchesterwerke, darunter das Poem „Im Zimmer" und das Orgelkonzert „Credo", ebenso wie zahlreiche Kammermusikkompositionen für verschiedene Besetzungen. Hier wäre das Klavierstück „Capriccio sopra il dado", die „Miniaturen nach Georg Trakl" für Violine und Klavier, ein Streichquartett sowie „Mezz'agosto" für Alt-Saxophon und Orgel hervorzuheben, das auch in einer Bigband-Fassung vorliegt. Besonders erwähnenswert ist die Vielzahl seiner Vokalwerke, darunter das „Neue Leipziger Liederbuch" für Sopran, Bariton, Violine und Violoncello und das "Hohelied der Liebe" für Sopran und Orgel bzw. Chor und Orgel oder Ensemble. Seine große Affinität zur Literatur begründet Schachtner damit, dass er hier wesentliche Inspiration empfängt. "Wenn ich ein Gedicht vertone, ist es einzig und allein meine Interpretation des Gedichts. Es ist eine sehr subjektive Darstellung. (...) Dann übersetze ich es in Musik und bringe auch meine eigenen Gedanken hinein."

Am 6. Februar 2011 gelangt Schachtners „Episoden III" in Bamberg zur Uraufführung. Für das A·DEvantgarde Festival im Juni 2011 schrieb er eine kurze Szenerie mit dem Titel „Versprochen, Froschkönig, versprochen" nach einem Libretto von Birgit Müller-Wieland. Am 30. Juli 2011 wird er seine "Vier Betrachtungen im Zirkus" im Rahmen seiner Residency in Bad Reichenhall erstmals in einer Fassung für Sänger und Kammerorchester vorstellen. Weitere Kammermusik-Uraufführungen stehen im Herbst dieses Jahres in Bamberg und Bad Reichenhall an.

Ein vollständiges Verzeichnis der Werke von Johannes X. Schachtner kann beim Verlag abgefordert werden.

Fotorechte: Margret Hoppe

 

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