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Henryk M. Gorécki starb am 12. November 2010

Am 12. November 2010 starb der polnische Komponist Henryk Mikolaj Gorécki im Alter von 77 Jahren. Gorécki galt neben Krzysztof Meyer und Krzysztof Penderecki als der bedeutendste zeitgenössische Komponist Polens. In den 1980er Jahren löste er eine Welle der Begeisterung mit seiner im Auftrag des Südwestrundfunks entstandenen, bereits 1976 komponierten 3. Sinfonie aus, die später in den aufkommenden Kulturwellen des Privatradios zu den meistgespielten Klassiktiteln gehörte.

Gorécki stammte aus Czernica bei Rybnik und wuchs in Oberschlesien auf. Von 1951 bis 1955 war er als Musiklehrer tätig und studierte später an der Musikhochschule Kattowitz. In den 1960er Jahren galt er als Vorläufer der polnischen Avantgarde und seine Werke wurden vom Festival „Warschauer Herbst“ häufig aufgeführt. Nachdem er den Gewerkschaftspreis polnischer Komponisten erhalten hatte, studierte er 1961 und 1963 in Paris, wo er Olivier Messiaen, Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen kennen lernte. In seinen frühen Jahren setzte sich Gorécki auch mit der seriellen Musik auseinander.

Wichtige Werke von Henryk Gorécki sind neben den Sinfonien Nr. 1 bis 3 die Toccata für zwei Klaviere, „Refrain“ für Orchester, Miserere für großen Chor a cappella oder Choros I für Streicher.

 

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