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Der Dirigent, Bratschist und Bearbeiter großer Schostakowitsch-Werke Rudolf Barschai ist tot

Am 2. November 2010 ist der namhafte russische Dirigent und Bratschist Rudolf Barschai  im Alter von 86 Jahren gestorben.

Barschai wurde am 28. September 1924 in Russland geboren und studierte am Moskauer Konservatorium Viola und Komposition, u.a. bei Dmitri Schostakowitsch. Nachdem er zunächst als Bratschist konzertierte und mit Mstislaw Rostropowitsch und Leonid Kogan ein Streichtrio bildete, gründete er im Jahre 1955 das Moskauer Kammerorchester, dessen Dirigent und Leiter er bis zu seiner Emigration nach Israel 1977 war. Danach dirigierte er zahlreiche internationale Orchester, darunter das Bournemouth Symphony Orchestra, dessen Chefdirigent er von 1982 bis 1986 war. Seit Ende der 80er Jahre lebte er in der Schweiz.

Berühmt wurde Barschai insbesondere durch seine einfühlsamen und authentischen Bearbeitungen von Kammermusikwerken Dmitri Schostakowitschs und Sergej Prokofjews. Als besonders erfolgreich darf seine geniale Umsetzung des 8. Streichquartetts von Dmitri Schostakowitsch gelten, die unter dem Namen Kammersinfonie op. 110a weltweit große Beliebtheit erlangte. Vor wenigen Wochen krönte er sein Lebenswerk mit einer Orchesterbearbeitung der „Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach.

Die Bearbeitungen Rudolf Barschais sind mit wenigen Ausnahmen im Musikverlag Sikorski verlegt.

 

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