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75 Jahre Sikorski Musikverlage – eine Reportage im „Hamburger Abendblatt“

Verena Fischer-Zernin veröffentlichte anlässlich des 75. Jubiläums der Sikorski Musikverlage im November 2010 eine umfangreiche Reportage über den Verlag und seine Arbeit im Hamburger Abendblatt (Ausgabe 02.11.2010). Darin ist unter anderem zu lesen:

„’Musik ist Musik’, fasst der 41-jährige Axel Sikorski (Anmerkung des Verlags: Dagmar Sikorski-Großmann und Axel Sikorski teilen sich die Geschäftsführung des Verlags) bündig das Profil des Hauses zusammen: Der Verlag tummelt sich gleichermaßen auf den Gebieten ‚Ernste Musik’ und ‚Unterhaltungs’-Musik; ohne diese notwendig vergröbernde Unterscheidung könnte er nicht arbeiten. Das Programm verteilt sich auf eigenständige kleine Verlagseinheiten, zurzeit sind es 17. Es umfasst Rolf Zuckowskis ‚Wie schön, dass du geboren bist’ genauso wie Evergreens der Comedian Harmonists und Hits des gefeierten Chansonniers Max Raabe und reicht von Klassikern der Moderne bis zu taufrischen Kompositionen wie Jan Müller-Wielands Melodram ‚Der Knacks’ nach dem Buch von Roger Willemsen. (...)
Russische Komponisten bilden traditionell einen Schwerpunkt im Verlagsprogramm. In den 50er-Jahren schloss Hans C. Sikorski, damals ein Neuling auf dem Gebiet der Ernsten Musik, einen Vertrag mit dem Außenhandelsministerium der Sowjetunion, damals der einzige Weg, sowjetische Komponisten zu verlegen. Mit seinem Coup hat er Musikgeschichte geschrieben, er holte Größen wie Dmitri Schostakowitsch und Aram Chatschaturjan zum Verlag. Ab Ende der 60er-Jahre knüpften Hans W. Sikorski, Sohn des Gründers, und Verlagsdirektor Jürgen Köchel ein feines Netz an Verbindungen in die Sowjetunion, sodass das Profil des Verlages bis heute von einem geradezu repräsentativen Querschnitt durch die zeitgenössische Musik geprägt ist. (...)
Der Leihmaterialbestand umfasst so viele Regalmeter Papier, dass er nicht mehr in das Harvestehuder Haus passt. Er lagert in Bahrenfeld und wird von dort in alle Welt versandt. ‚Ein transport- und kostenintensives Geschäft’, sagt Axel Sikorski. Dann lacht er und fügt hinzu: ‚Aber irgendwann spielen die Orchester vielleicht vom iPad.“
(Hamburger Abendblatt, 02.11.2010)

 

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