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Aleksandr-Men-Preis 2010 für Sofia Gubaidulina

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Die russische Komponistin Sofia Gubaidulina, die im Oktober des nächsten Jahres ihren 80. Geburtstag begehen wird, erhält am 25. Oktober 2010 im Tagungshaus Weingarten den Aleksander-Men-Preis 2010. Die Laudatio hält der Dirigent und Geiger Andres Mustonen.

Der Preis zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich um die interkulturelle Vermittlung zwischen Russland und Deutschland „im Interesse des friedlichen und humanen Aufbaus des Europäischen Hauses“, wie die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart mitteilt, verdient gemacht haben. Er wird in Erinnerung an den 1990 ermordeten russisch-othodoxen Erzpriester Aleksander Men verliehen. Der 1935 geborene Humanist und Theologe veröffentlichte insgesamt zehn Bücher zu Glaubensfragen, die alle im Ausland gedruckt wurden. Mens bekanntestes Werk „Der Menschensohn – eine Einführung ins Christentum“ (beim Herder Verlag auch in deutscher Übersetzung erschienen) avancierte nach der Auflösung der Sowjetunion zu einem Bestseller in seiner Heimat. 1990 wurde Men auf dem Weg zum Sonntagsgottesdienst in seiner Pfarrkirche ermordet. Das Verbrechen ist bis heute nicht aufgeklärt.

Sofia Gubaidulinas tiefe Religiösität hat etliche Spuren in ihrem umfangreichen kompositorischem Schaffen hinterlassen. Ihr bekanntestes sakrales Werk ist das zweiteilige Oratorium „Johannes-Ostern“ und „Johannes-Passion“.

 

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