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Würzburg: Uraufführung von Claus-Steffen Mahnkopfs „Angela Nova 2“

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Im Rahmen der Tagung „Kreativität - Struktur und Emotion“ kommt es am 9. Oktober 2010 in der Musikhochschule Würzburg zur Uraufführung des Stücks „Angela Nova 2” für Sopran von Claus-Steffen Mahnkopf.

Die Tagung ist Teil des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Musiktheorie. Die Solistin des Konzerts wird Almut Hellwig sein.

„Angela Nova“ wurde in der Fassung für Sopran und Ensemble bereits am 4. Mai 2000 in München von Monika Meier-Schmid (Sopran) und dem Ensemble SurPlus unter der Leitung von James Avery uraufgeführt.

In der demnächst neu erscheinenden Druckausgabe „Angela Nova“ (SIK 8629) verwendet Mahnkopf folgendes Textzitat von Walter Benjamin:

„Es gibt ein Bild von Paul Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, dass der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm.“ (Walter Benjamin, Über den Begriff der Geschichte, These IX)

9. Oktober 2010
Würzburg
Musikhochschule, B Theater, 20 Uhr
Uraufführung: Claus-Steffen Mahnkopf,
„Angela Nova 2” für Sopran
Almut Hellwig (Sopran)

 

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