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Arvo Pärt wird 75

Am 11. September 2010 begeht der große estnische Komponist Arvo Pärt seinen 75. Geburtstag. Pärt studierte ab 1957 bei Veljo Tormis am Konservatorium in Tallinn Komposition. Er schloss seine Studien 1963 ab und arbeitete zunächst beim Estnischen Rundfunk. 1981 emigrierte er mit seiner Familie nach Österreich und dann nach Berlin, wo er noch heute als freischaffender Komponist lebt. Arvo Pärt ist Mitglied der American Academy of Arts and Letters.

Aus der Frühzeit Estlands vor über 5000 Jahren stammen uralte, noch heute geheimnisumwitterte Runengesänge. Solche Gesänge, aber auch die darauf aufbauende estnische Volksmusik haben Pärt und seinen einzigartigen, archaisch anmutenden Stil nachhaltig beeinflusst. In den frühen 70er Jahren entwickelte er den sogenannten „Tintinnabuli-Stil“. Die Idee dieses frei mit „Glöckchen-Stil“ übersetzten Begriffs ist, dass Töne eines einzigen, einem Werk oder Werkabschnitt zugeordneten Dreiklangs schlichte Melodiezüge quasi umläuten. Pärts polystilistische Metamorphosen, die sich auch auf mittelalterliche oder barocke Musik beziehen, verzerren zuweilen das musikalische, historisch anmutende Szenario, ohne diese Klangwvelten wirklich zu verlassen.

Unter anderem erscheint in der Zeitschrift „Musik und Kirche“ 5/2010 aus Anlass des Jubiläums der Artikel „Oberpriester der neuen Alten Musik – Zum 75. Geburtstag des estnischen Neogregorianikers Arvo Pärt“ von Rainer Nonnemann. Viele CD-Neuerscheinungen, darunter eine Aufnahme des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und des RIAS Chors unter Leitung von Kristjan Järvi, sind außerdem herausgekommen.

Zum 75. Geburtstag gibt es auf NDR Kultur in der Sendereihe „neue musik“ am 22. September auch eine um elf Tage versetzte, Arvo Pärt gewidmete Geburtstagssendung. Hier kommt auch das einst von Mstislaw Rostropowitsch in Auftrag gegebene Cellokonzert „Pro et contra“ zur Ausstrahlung.

Bei den Sikorski Musikverlagen sind unter anderem, „Pro et Contra“, die 1. und 2. Sinfonie, Collage über B-A-C-H und das Concerto piccolo über B-A-C-H sowie Perpetuum mobile für Orchester erschienen.

Eine seiner bekanntesten Aufnahmen erschien 1989 bei BIS Records mit u.a. „Pro et contra - Konzert für Violoncello und Orchestra, Sinfonie Nr. 1“ und Sinfonie Nr. 2“.

Arvo Pärt
Symphonies 1-3 etc.
Bamberg Symphony Orchestra, Neeme Järvi (Dirigent)
BIS Records, CD-434

 

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