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Den Hörer durch Musik gefangen nehmen: Herbert Baumann wird 85

Baumann 85. Geburtstag

„Musik ist eine hohe Kunst, doch auch das Leben ist eine Kunst. Herbert Baumann beherrscht beides“, schreibt Franzpeter Messmer in seinem Artikel zum 85. Geburtstag von Herbert Baumann in der Neuen Musikzeitung (7-8/10). Am 31. Juli 2010 steht dieser Geburtstag bevor, und Herbert Baumann wird ihn wie eigentlich jeden seiner Geburtstage im Kreise seiner vielen Wegbegleiter, Freunde und Familienmitglieder begehen. Viele Stücke seines riesigen Werkkataloges – er schrieb neben Orchester-, Chor- und Kammermusik mehr als 500 Bühnenstücke und über 40 Fernsehfilmmusiken – werden regelmäßig aufgeführt. Vor allem seine Ballettmusiken „Rumpelstilzchen“ und „Alice im Wunderland“ gehören zum Stammrepertoire vieler deutscher Bühnen.

1925 in Berlin geboren, hat sich Baumann sein kompositorisches Handwerk an der dortigen Musikhochschule bei Paul Höffer und Boris Blacher erworben. Seine durchweg musikantische und eingängige Musik, die Esprit und Eleganz besitzt und neben heiterem Idiom nicht selten auch elegische Töne anschlägt, den Hörer mit vielen klanglichen Reizen und rhythmischen Pointen zu erfreuen sucht, erreicht die Hörer unmittelbar. Das „Rumpelstilzchen“-Ballett allein erlebte schon über 220 Aufführungen.

Diese Musik sei nicht nur hervorragendes Handwerk, schreibt Franzpeter Messmer weiter, sondern sie verstehe es, den Hörer gefangen zu nehmen und ihm etwas mitzuteilen: die Freude an Rhythmen, am Zusammenspiel der Stimmen, am jeweils speziellen Klang der Instrumente, an in Musik erzählten Geschichten und Dramen. „Wer seine Musik einmal kennen gelernt hat, wird sofort, wenn er sie zufällig im Radio hört, sagen: Das ist ein Stück von Baumann. Diese Musik hat ihre unverkennbar eigene Physiognomie.“
 

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