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Avner Dormans „Spices, Perfumes, Toxins!“ - Zwei Schlagzeuger von Weltrang mit Erstaufführung

Die Hamburger Erstaufführung des Schlagzeug-Doppelkonzertes „Spices, Perfumes, Toxins!“ von Avner Dorman durch die Philharmoniker Hamburg und die Solisten Martin Grubinger und Manuel Hofstätter löste am 19.und 20. Juni 2010 in der Hamburger Laeiszhalle enthusiastische Begeisterung aus.


In der WELT (Ausgabe 23.06.2010) war zu lesen:

„Mit Trommelschlägeln kann man eine Menge Lärm erzeugen, man kann aber auch vortrefflich mit ihnen jonglieren. In dieser Kunst sind der Schlagzeug-Weltstar Martin Grubinger und sein nicht minder akrobatischer Solo-Partner Manuel Hofstätter, die das zehnte Philharmonische Konzert am Montag in der Musikhalle mit Grooves und Beats so richtig aufmischten, jedenfalls auch bewandert. Bei ihren Zugaben ließen sie die Schlägel während des Spiels wie Jonglierkegel von einer Hand zur anderen durch die Luft wirbeln oder balancierten eines der Schlaggeräte auf dem Unterarm. Nach dem vor zweieinhalb Jahren von den Philharmonikern uraufgeführten Schlagzeugkonzert ‚Frozen Times’ von Avner Dorman stand nun sein Doppelkonzert ‚Spices, Perfumes, Toxins!’ für die Hamburger Erstaufführung auf dem Programm.
Die Sinne, die mit Gewürzen und Gerüchen, aber auch mit Gift gereizt und im schlimmsten Fall ausgelöscht werden können, spricht Dorman mit betäubenden Klängen und Rhythmen an. Es ging in diesem teilweise dröhnend kraftvollen Konzert aber keineswegs nur um Lautstärke. Schon die Eröffnungstakte auf dem Marimbafon deuteten in ihrem leicht orientalischen Einschlag einen hohen dynamischen Kontrastreichtum an.
Voller Elan reagierten die Philharmoniker unter der Leitung des jungen finnischen, bei den Philharmonikern debütierenden Dirigenten Pietari Inkinen, der seit zwei Jahren das New Zealand Symphony Orchestra leitet. Schon bei der eingangs gespielten Fest-Ouvertüre op. 96 von Dmitri Schostakowitsch, die der vom Sowjetregime unterdrückte Komponist 1954 zur Jahresfeier der Oktoberrevolution in wenigen Tagen komponierte, zeigte Inkinen seine Entschlossenheit zu satten Fortissimo-Ausbrüchen. Für die Philharmoniker war das mitreißende, in ungehemmten Übermut ausbrechende Werk eine ebenso große Freude wie die abschließend gespielte, farbenreiche Suite ‚Scheherazade’ op. 35 des Russen Nikolai Rimski-Korssakow (...)“

 

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