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Uraufführung: Jan Müller Wielands „Der kleine Ring“ in Regensburg

Regensburg

Die Sing- und Musikschule Regensburg feiert 2010 ihr 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass suchte sie nach einem geeignetem Programmhöhepunkt, um dieses Jubiläum gebührend zu würdigen. In den Blickpunkt rückte der in München lebende Komponist Jan Müller-Wieland.

Im Sommer 2008 habe die Sing- und Musikschule Regensburg bei ihm angefragt, ob er für ihr hundertjähriges Bestehen 2010 eine Oper für Kinder (ihre Schüler) und ein paar Erwachsene (ein paar Lehrer als Stütze) schreiben würde, erzählt der Komponist und Kompositionsprofessor Jan Müller-Wieland. „Da ich mir inzwischen genügend Handwerk und Erfahrung angeeignet hatte, traute ich mir die durchaus nicht einfache Empathie in technische Limits zu. Oder anders gesagt: Durch das Konzentrieren auf den Punkt Kinder-musizieren-meine-Noten fühlte ich mich keineswegs beschränkt.“

Am 28. Juli kommt es nun in der Musikschule zur Uraufführung seines musikalischen Märchens „Der kleine Ring“. Die Leitung übernimmt Matthias Schlier, Regie führt Rebecca Rosenthal.

Die Ausgangsidee war, Wagners gigantische Trilogie „Der Ring des Nibelungen“ quasi neu zu erzählen. „Kaum mit Gewalt“, wie Müller-Wieland kommentiert, „ohne Weihe und Heil-Welt, dafür aber als Odyssee eines kleinen Ringes, welcher einem jugendlichen Paar Liebe und Vertrauen schenkt.“ Müller-Wielands Musik dazu enthält kein einziges Wagner-Zitat. Die Natur, die Tiere, das Schlussfeuer werden allesamt durch groß besetzte Kinderchöre dargestellt. Größere Musikschüler singen die Partien von einem verschnarchten König, seinem Bruder Schlitzohr, einer etwas durchgedrehten Königin und ihrer Schwester (einer Apfelgöttin). Ein Schauspieljunge hingegen ist Alpha-Strich, was als kleines Wortspiel mit Bezug auf den Schwarzalben und Ring-Dieb Alberich verstanden werden kann. Er ist Anführer der Robotrolle. Das wiederum sind sowohl Halbzwerge als auch Halbmaschinen. Alpha-Strich zieht im zweiten Akt (nach einer Pause) einen weiteren Schauspieljungen auf. Er wird Siggi genannt und weiß nicht, wo seine Eltern und wer sie sind. Siggi verliebt sich schließlich in das freche Schauspielmädchen Schönwilde. Drei Nixen (Walla, Wella, Walle), ein Waldvogel und ein Apfelbaum werden durch fünf Mädchenstimmen dargestellt. Sie bilden eine Naturwelt, die den jungen Menschen - trotz Technik und Fortschrittsglauben - letztendlich zum Glück verhilft.

28. Juli 2010
Regensburg
Sing- und Musikschule, 100-jähriges Jubiläum
Uraufführung: Jan Müller-Wieland,
„Der kleine Ring“. Musikalisches Märchen in zwei Akten für Kinder und Erwachsene nach einem Text von Birgit Müller-Wieland
Frei nach Wagner / keine Parodie / keine Wagner-Zitate / keine Walküre / alles als musikalisches Märchen neu erzählt
Leitung: Matthias Schlier
Regie: Rebecca Rosenthal

 

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