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ENSEMBLE-Rezension der Gesamtaufnahmen von Peter Ruzickas Streichquartetten

Viele Jahre lang hatte das Arditti Quartett eine führende Rolle in der Aufführungsgeschichte der Streichquartette von Peter Ruzicka. Das nicht zuletzt auch deshalb, weil ihm auch einige Stücke dieses Zyklus gewidmet waren. Vor einigen Jahren legte das Arditti Quartett beim Label ECM eine Gesamteinspielung der Streichquartette nr. 1 bis 6 vor. Nun folgt die Gesamteinspielung der bislang sechs vorliegenden Streichquartett durch das Minguet Quartett, die Sopranistin Mojca Erdmann und die Sprecher Christoph Bantzer und Peter Ruzicka beim Label NEOS (Neos 10822 / 23 - 2 CDs).

Die Fachzeitschrift ENSEMBLE hat in ihrer Ausgabe 3/10 eine Rezension veröffentlicht:

„ (...) In (...) philosophisch sehr anspruchsvolle Thematik hat sich das Minguet Quartett mit Disziplin und seismographischer Spieltechnik eingefühlt, sodass schon die ‚Introspezione’ (Nr. 1 )zum zuckenden Adrenalinrausch wird. Das ‚Fragment’ (Nr. 2) präsentiert das Minguet Quartett wieder auch perkussiv heftige Auseinandersetzung um Artikulationsfähigkeit überhaupt.  (...) Kurz ist dr ‚Klangschatten’, der sich zum 90. Geburtstag des Musikverlegers Alfred Schlee atmend hebt und senkt. Dagegen ist Atmung vom Tod ‚... über ein Verschwinden’ (Nr. 3) bedroht, wo nur die Musik das Schweigen und die starrende Leere trösten kann. Eine andere Todeserfahrung ist der ‚Sturz’ (Nr. 5), eine Zitterpartie durch einen Zeittunnel ohne festen Halt. Sprache scheint Sicherheit zu geben, zumindest hat sie in ‚.. sich verlierend’ pholyphone Melismen als Kompass. Das 6. Streichquartett versucht, ‚Erinnerung und Vergessen’ nicht als Dichotomie, sondern in Glissandi-Bögen, Marschpartikeln, elegischen Motiven zu entkommen.“

(Hans-Dieter Grünefeld in ENSEMBLE 3/10)

 

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