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Eino Tamberg wird 80

Eino Tambergs Trompetenkonzert hat mich, seit ich es kennen lernte, nicht mehr losgelassen“, erzählt der Hamburger Trompetensolist und Hochschulprofessor Matthias Höfs, „und ich mag seinen sehr rhythmischen perkussiven Kompositionsstil. Der Dirigent Eri Klas, der in dieser Zeit meine Aufführung des ersten Trompetenkonzerts mit den Hamburger Symphonikern besuchte, half mir dann anschließend, den Kontakt herzustellen. Tamberg besuchte mich dann kurze Zeit später in Hamburg und es entstand das 2. Trompetenkonzert. Die Uraufführung durfte ich dann in Tampere/ Finnland spielen.“

Eino Tamberg wird am 27. Mai 2010 achtzig Jahre alt. Er studierte am Konservatorium von Tallinn bei Eugen Kapp. Von 1953 bis 1959 arbeitete er als Toningenieur beim Estnischen Radio und wurde künstlerischer Berater des estnischen Komponistenverbandes. Seit 1968 war er Dozent und seit 1978 Professor für Komposition an der Estnischen Musikakademie. 1974 wurde er Sekretär des estnischen Komponistenverbandes. Auf seine Initiative hin entstand eine eigene Kompositionsschule, aus der Musiker wie Raimo Kangro, Peeter Vähi, Margo Kõlar, Toivo Tulev, Mari Vihmand und Mart Siimer hervorgingen. 1999 wurde Tamberg mit dem Staatlichen Estnischen Kulturpreis ausgezeichnet.

Grundsätzlich bekennt sich der Komponist, der auch mit Zwölftonthemen arbeitete (ohne sich dem System der Dodekaphonie zu unterwerfen) und dem beschränkten Zufall (Aleatorik) Raum gewährte, zur Ästhetik des Schönen: „Ich bin ein sentimentaler Mensch und liebe das Schöne“, sagt Tamberg. Zu seinen „schönen“ Werken rechnet er vor allem seine beiden Trompetenkonzerte op. 72 (1972) und op. 100 (1997). In bestimmten Akkordfolgen innerhalb lyrischer Abschnitte des 1. Trompetenkonzerts glaubt die estnische Musikwissenschaftlerin Merike Vaitmaa Stilisierungen frühbarocker Figuren zu erkennen.

 

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