Komponistensuche

Suche nach Nachnamen

Detailsuche

Repertoiresuche

Katalogsuche

Zwischen Mozart und Chopin: „Eterniday“ von Lera Auerbach wird in Koblenz uraufgeführt

Auerbach - Copyright: F. Reinhold

Lera Auerbach wird neben Mozart und Chopin, dessen 200. Geburtstag im Jahr 2010 begangen wird, im Mittelpunkt des ersten Konzertes der Reihe Koblenzer Konzerte am 25. April 2010 stehen. Die Komponistin hat für dieses Konzert das Auftragswerk „Eterniday“ (Hommage à W.A. Mozart) für große Trommel, Celesta und Streicher geschrieben, welches unter der Leitung von Daniel Raiskin seine Uraufführung durch das Staatsorchester Rheinische Philharmonie erleben wird.

Lera Auerbach zu ihrem Werk:

„Ich hatte das Werk Ende August/Anfang September 2009 vollständig skizziert und mein Manuskript auf dem großen Steinway-Konzertflügel in meinem New Yorker Studio zurückgelassen, bevor ich zu einer Tournee aufbrach. Nach meiner Rückkehr im Dezember wollte ich die Partitur fertig stellen. Doch während meiner Abwesenheit zerstörte ein durch einen Kabelbrand ausgelöstes verheerendes Feuer meine gesamte Wohnung mitsamt dem Steinway und all den Dingen, die sich um ihn herum befanden. Das Manuskript des neuen Werkes war verloren. Ich versuchte, mich an meine Komposition zu erinnern, musste aber bald alle Hoffnung aufgeben, denn der kreative Impuls war verlorengegangen. Ohne mein Manuskript hatte ich auch die innere Beziehung zu dem Werk verloren. So entschloss ich mich, neu anzufangen und ein völlig anderes Stück zu schreiben. Auch die Instrumentation des Werkes änderte sich. Anstelle eines großen Kammerorchesters, wie ursprünglich vorgesehen, entschied ich mich nun für große Trommel, Celesta und Streicher.

Die Stimmführer haben ausgedehnte Soli im Concerto-grosso-Stil – gelegentlich sind sie Teil des Orchesters, zuweilen ist ihnen eine klare, persönliche Aussage zugeteilt. Das entstandene Stück ist sehr innig und detailreich, oft kommt es zu mehrfachen dynamischen Schichtungen. Die Streicher sind überwiegend dreifach geteilt: drei erste Geigen (inklusive der Soli), drei zweite und so weiter.

‚Eterniday’ ist ein frei erfundenes Wort, zusammengesetzt aus ‚Eternity’ und ‚Day’, das gleichzeitig etwas Ewiges und Brüchiges meint. Da Mozart als Kind einmal in Koblenz war, wo die Uraufführung von ‚Eterniday’ stattfinden wird, und da ich eine persönliche Erfahrung mit Mozarts Frühwerken habe (ich habe all seine Werke für Tasteninstrumente eingespielt, die er im Alter zwischen 5 und 9 Jahren geschrieben hat), so war es auch der junge Mozart, der mich bei diesem Werk in meinem kompositorischen Denken geleitet hat und fast unmerklich präsent gewesen ist – vielleicht wie ein Schutzengel für mein ‚Eterniday’.“

25. April 2010
Koblenz
Görreshaus, 17 Uhr
Uraufführung: Lera Auerbach,
„Eterniday“ (Hommage à W.A. Mozart) für große Trommel, Celesta und Streicher
Staatsorchester Rheinische Philhamonie
Daniel Raiskin (Dirigent)

Öffentliche Generalprobe am 24. April 2010, 17 Uhr, im Görreshaus, im Rahmen eines Jugendkonzerts

 

Fotorechte: F. Reinhold

 

» Zeige alle News