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Temperamentvoll: Sinfonische Charakterstudie von Carl Nielsen in Hamburg

In seinem achten Abonnementkonzert am 29. März brachte das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung seines Ersten Gastdirigenten Alan Gilbert die Sinfonie Nr. 2 „Die vier Temperamente“ von Carl Nielsen zur Aufführung. Die Tageszeitung DIE WELT schrieb dazu in ihrer Ausgabe vom 31.3.2010:

„Plastischer und unmittelbarer als in der Zweiten Sinfonie op. 16 „Die vier Temperamente“ von Carl Nielsen hatte es bis dahin noch keiner versucht, menschliche Gemütsarten auf die Musik zu übertragen. Ein Choleriker, ein Fauler, ein Schwermütiger und ein Lebensfroher – allesamt dargestellt auf einem kleinen Holzschnitt – sollen den dänischen Sinfoniker 1901 zu dieser viersätzigen Charakterstudie angeregt haben. Alan Gilbert, der Erste Gastdirigent des NDR Sinfonieorchesters, liebt diese Musik voller Gegensätze und unerwarteter Übergänge. Und es war nicht das erste Mal, dass das NDR Sinfonieorchester eines der Nielsen-Werke aufs Programm seiner NDR-Abonnementkonzerte setzte wie am Montag in der Laeiszhalle. Gilbert formte klar und unmissverständlich das kaleidoskopartige Spiel mit den vielen motivischen Grundelementen, die Nielsen für die unterschiedlichen Stimmungen gewählt hatte. Es ging ihm aber auch um die Zwischentöne, die die Wut oder den Kummer überhaupt erst entstehen lassen, denn Stimmungen sind schließlich genau wie musikalische Verläufe zeitlich begrenzt und stets im Wandel begriffen. (...)“

 

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